Share on twitter
Share on linkedin
Share on facebook

Entwicklungen in ausgewählten Geschäftsfeldern

Verschiedene Geschäftsfelder mit einer individuellen Entwicklung bilden die Pfeiler des Swiss Banking. Nebst dem Retail und Corporate Banking sind dies das Investment Management und das Wealth Management.

Grafik 1

Share on twitter
Share on linkedin
Share on facebook

Der Schweizer Finanzplatz ist eng vernetzt
2019

Hinweis: Grössenverhältnisse indikativ
Quellen: SNB, BCG, IFZ /Asset Management Association Switzerland, SBVg

Die Schweiz ist führend im grenzüberschreitenden Wealth Management.

Die grenzüberschreitend verwalteten Privatvermögen haben von 2014 bis 2019 um CHF 310 Mrd. zugenommen.

Bei nachhaltigen Anlagen hat der Schweizer Finanzplatz einen grossen Vorsprung.

Rund 30 Prozent der Anlagen im Schweizer Investment Management sind gemäss ESG-Kriterien nachhaltig investiert, weltweit sind es im Durchschnitt 15 Prozent.

Das Corporate Banking trägt substanziell zur Produktivität der Schweizer Wirtschaft bei.

Das Volumen an Unternehmenskrediten wächst rund 3,5-mal schneller als das BIP. Der Grossteil dieser Kredite geht an KMU.

Wealth Management Schweiz

Das Wealth Management hat eine hohe Relevanz für Finanzplatz und Volkswirtschaft

Mit CHF 3,7 Bio. an verwalteten Vermögen weist das Wealth Management eine zentrale Bedeutung für den Finanzplatz und die Schweizer Wirtschaft auf. Banken bieten eine umfassende Dienstleistungspalette für Privatkunden und decken alle Bereiche einer holistischen Vermögensplanung ab. Nur wenige Finanzzentren können eine vergleichbare langjährige Kompetenz und eine ähnlich hohe Dichte an spezifischen Dienstleistungen in der Vermögensverwaltung anbieten wie die Schweiz. Diese reichen von Anlageberatung, Steuerberatung, Erbschaftsberatung bis hin zu Philanthropie-Beratung. Die Internationalität der Schweiz, die zahlreichen Sprachen, die Kenntnis über kulturelle Unterschiede in den Zielmärkten, die zentrale Lage in Westeuropa sowie hochwertige Verkehrsverbindungen erlauben es den Banken in der Schweiz, individualisierte Dienstleistungen für Kunden aus allen Weltregionen masszuschneidern.

Grafik 2

Share on twitter
Share on linkedin
Share on facebook
Quelle: SBVg

Die Schweiz ist führend im grenzüberschreitenden Wealth Management 

Die Schweiz kann sich mit einem Marktanteil von rund 25 Prozent als bedeutendster Finanzplatz für grenzüberschreitendes Wealth Management behaupten. Neben der einzigartig breiten Palette hochstehender Dienstleistungen, einem hohen Erfahrungsstand und günstigen Regulierungen hat die geographische und kulturelle Nähe der Schweiz zu den ehemals wichtigsten Wachstumsmärkten massgeblich zu diesem Resultat beigetragen. In Folge der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Situation im für das Wealth Management wichtigsten Markt Westeuropa sowie aufgrund von bedeutenden regulatorischen Änderungen ist das Schweizer Wealth Management in den vergangenen Jahren weniger stark gewachsen als andere Standorte, insbesondere in Asien. Das Privatvermögen hat in den letzten Jahren am stärksten in den aufstrebenden Märkten Fernost, Lateinamerika, dem Mittleren Osten und Osteuropa zugenommen. Das ist auch der Grund, weshalb sich Schweizer Banken bereits seit geraumer Zeit und zunehmend auch an ausländischen Standorten vor Ort engagieren. Kunden schätzen vermehrt auch die Möglichkeit, von verschiedenen Standorten aus und kombiniert bedient zu werden.

Grafik 3
Share on twitter
Share on linkedin
Share on facebook

Hinweis: Die blauen Balken stellen die verwalteten Vermögen in CHF Bio. dar. Die Prozentzahlen zeigen die jährlichen Wachstumsprognosen. Aufgrund der hohen Prognoseunsicherheit im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie hat BCG verschiedene Szenarien erarbeitet. Hier wird das Szenario «Slow Recovery» präsentiert, das die höchste Wahrscheinlichkeit aufweist. Aufgrund einer Überarbeitung der Einflussfaktoren fällt der geschätzte Wert für Hongkong 2019 (CHF 1,8 Bio.) deutlich höher aus als 2018 (CHF 1,3 Bio.). Dabei handelt es sich nicht um einen Anstieg, sondern um die Auswirkungen einer strukturellen Überarbeitung des Schätzmodells.
Quelle: BCG

Erträge werden steigen, Margen stabilisieren sich

Gemäss Schätzungen der BCG lagen die Erträge von in- und ausländischen Kunden 2019 für die gesamte Branche brutto bei CHF 28,8 Mrd., wovon rund zwei Drittel auf das grenzüberschreitende Geschäft entfielen. Gegenüber 2014 hat sich das Volumen mit jährlich 0,7 Prozent erhöht, was gegenüber dem Vermögenszuwachs von 3,2 Prozent ein sehr geringes Wachstum darstellt. Die Margen haben sich damit reduziert. Der Indikator «Return on Assets» stellt dar, wie hoch die Bruttoerträge der Institute pro verwaltetem Franken liegen. Von 2014 bis 2019 hat sich dieser Wert für das gesamte Geschäft von 87 Basispunkten um zehn auf 77 Basispunkte reduziert. Der Rückgang fällt für das grenzüberschreitende Geschäft deutlicher aus, betrifft jedoch auch das Inlandgeschäft, das traditionell tiefere Margen kennt. Gemäss Prognose der BCG reduzieren sich die Margen bis 2024 auf 75 Basispunkte. Der Rückgang dürfte sich also verlangsamen. Insgesamt werden die Erträge bis 2024 gemäss der Prognose jedoch ansteigen

Grafik 4

Share on twitter
Share on linkedin
Share on facebook

Hinweis: Margen: Return on Assets (RoA) ohne Kreditgeschäft. Prognosen auf Basis des Szenarios «Slow Recovery».
Quelle: BCG

Investment Management

Nachhaltige Anlagen als Trumpf des Finanzplatzes

Das Investment Management spielt eine zentrale Rolle bei der Kapitalallokation, der Schaffung von Markteffizienz und der Renditegenerierung für Anleger. Gerade aus diesem Grund sind nachhaltige Vermögensanlagen für den Schweizer Finanzplatz von grosser und noch wachsender Bedeutung. In der Schweiz wird gemäss Swiss Sustainable Finance mittlerweile ein Vermögensvolumen von CHF 1’163,3 Mrd. gemäss nachhaltigen Kriterien angelegt, mit weiterhin stark zunehmender Tendenz. Dies entspricht rund 30 Prozent aller professionell verwalteten Gelder. Im Schweizer Investment Management liegt der Anteil damit rund doppelt so hoch wie im weltweiten Durchschnitt von rund 15 Prozent. Das Investment Management leistet damit einen wesentlichen Beitrag für die angestrebte Positionierung der Schweiz als führender Hub für Sustainable Finance.

Grafik 5

Share on twitter
Share on linkedin
Share on facebook

* Ultra High Net Worth Individuals

Quellen: SBVg, BCG

Verwaltete Vermögen steigen auf CHF 3,9 Bio.

Der Begriff Investment Management fasst die Verwaltung von kollektiven Kapitalanlagen sowie Verwaltungs- und Beratungsmandate für institutionelle und nicht-institutionelle Kunden zusammen. Die Studie der SBVg aus dem Jahr 2018 beleuchtet diesen Bereich breit und zeigt die Stärke der kombinierten institutionellen und nicht-institutionellen Vermögensverwaltungsbranche in der Schweiz auf. Die breite Definition erlaubt es zudem, die symbiotische Beziehung der Geschäftsfelder und deren positive Wechselwirkungen in Bezug auf Innovation und Infrastruktur aufzuzeigen. Diese basieren auf einem hohen gemeinsamen Bestand an investierbaren Vermögenswerten.

Grafik 6

Share on twitter
Share on linkedin
Share on facebook

Hinweis: Beratungsmandate umfassen keine Barmittel und selbst verwalteten Portfolios. Sie widerspiegeln ausschliesslich das reine Mandatsgeschäft.
Quellen: SBVg, IFZ/Asset Management Association Switzerland

Investment Management ist ein Exportgeschäft

Von den CHF 3,9 Bio. in der Schweiz verwalteten Vermögen werden 33,0 Prozent für Auftraggeber im Ausland verwaltet, was die globale Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Investment Managements unterstreicht. Der Anteil ist gegenüber den Vorjahren zurückgegangen, da die verwalteten Vermögen von inländischen Vertragspartnern stärker gewachsen sind. Dazu dürften Währungseffekte sowie die Überperformance des Schweizer Finanzmarkts bei gleichzeitiger Bevorzugung inländischer Anlagen in inländischen Portfolios beigetragen haben. Gleichwohl dürften die besten Wachstumsperspektiven für das Schweizer Investment Management bei ausländischen Kunden liegen.

Grafik 7

Share on twitter
Share on linkedin
Share on facebook

Corporate Banking

Corporate Banking: Essenzielle Bedeutung für die Schweizer Volkswirtschaft

Das Geschäft mit Firmenkunden ist ein wichtiger Pfeiler bei den Geschäftsmodellen der Schweizer Banken. Die Finanzierung von Unternehmen, die Sicherstellung von Finanztransaktionen und das Kapitalmarktgeschäft haben eine zentrale Bedeutung für die Schweizer Volkswirtschaft. Die Liquiditätsversorgung sowie der Zugang zu Finanzierungen, zu weiteren Dienstleistungen für Wachstumsinvestitionen, Exporte und zu Kapitalmärkten ist eine Grundvoraussetzung für die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und die hohe Produktivität der Schweiz. Das hervorragend ausgebaute Schweizer Corporate Banking wird damit zum Standortfaktor für Unternehmen, die in der Schweiz ansässig sind oder ihre finanzierungsbezogenen Tätigkeiten hierzulande angesiedelt haben.

Grafik 8

Share on twitter
Share on linkedin
Share on facebook

Quelle: SBVg

Volumen an Unternehmenskrediten wächst rund 3,5-mal schneller als das BIP

Im Dezember 2019 haben die Banken in der Schweiz Limiten für Unternehmenskredite im Umfang von CHF 607 Mrd. vergeben. Mehr als die Hälfte aller Kredite gingen an Mikrounternehmen mit bis zu 9 Mitarbeitenden. Mit rund 26 Prozent aller Schweizer Beschäftigten in der Schweiz sind Mikrounternehmen somit proportional stärker auf Kredite angewiesen als grössere Unternehmen. Jeweils rund ein Achtel entfällt auf Kreditnehmer in den Grössenklassen 10 bis 49 Mitarbeitende, 50 bis 249 Mitarbeitende sowie Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden. Dazu kommen CHF 57 Mrd. an Kreditlimiten für öffentlich-rechtliche Körperschaften. In der Kreditstatistik der SNB werden die verschiedenen Kreditprodukte nicht weiter unterschieden.

Grafik 9

Share on twitter
Share on linkedin
Share on facebook

Hinweise: Aufgrund von Rundungsdifferenzen können kleinere Abweichungen entstehen.
Die Kredite umfassen somit sowohl Betriebsmittelkredite, Investitionskredite, Exportfinanzierung und weitere Kreditarten an Kreditnehmer im In- und Ausland. Hypothekarkredite sind in der Aufstellung nicht enthalten. Aufgrund von Veränderungen in der Erhebungsbasis ist ein geringer Anteil des Wachstums auf statistische Effekte zurückzuführen.
Quelle: SNB

Kapitalmarkt erfüllt seine Rolle – auch angesichts der COVID-19-Pandemie

Die Nutzung des Kapitalmarkts schwankt je nach den Finanzierungsbedürfnissen der Unternehmen. Im zurückliegenden Jahrzehnt wurde der Anleihenmarkt durch inländische Schuldner netto mit bis zu CHF 11,5 Mrd. pro Quartal beansprucht. Dies hat sich jüngst verändert, da die Unsicherheiten aus der COVID-19-Pandemie erhöhten Finanzierungsbedarf bei Staat und Privatwirtschaft hervorgerufen hat. Im 2. Quartal 2020 wurden CHF-Anleihen von inländischen Schuldnern im Umfang von CHF 20,4 Mrd. emittiert. Netto wurde der Markt im Umfang von CHF 13,9 Mrd. beansprucht. Das Emissionsvolumen entspricht rund dem Doppelten des historischen Quartalswerts. Dies zeigt, dass der Schweizer Kapitalmarkt auch in dieser herausfordernden Situation seine Rolle als Liquiditätsversorger erfüllt und damit zur Stabilität und Prosperität der Schweizer Volkswirtschaft beiträgt. Gleichwohl bleibt seine Rolle bei der Unternehmensfinanzierung im internationalen Vergleich klein. Dies liegt unter anderem an den Stempel- und Verrechnungssteuern, die schweizerische Titel für ausländische Anleger unattraktiv machen und wesentliche Standortnachteile für den Schweizer Kapitalmarkt darstellen.

Grafik 10

Share on twitter
Share on linkedin
Share on facebook
© SwissBanking 2020

Schweizerische Bankiervereinigung
Postfach 4182 | CH-4002 Basel | office@sba.ch | swissbanking.org
Impressum | Disclaimer

swissbanking.org in den sozialen Netzwerken