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10. Dezember 2020

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Jeder achte erwirtschaftete Franken geht auf den Finanzsektor zurück

Jeder achte erwirtschaftete Franken geht auf den Finanzsektor zurück

Der Finanzsektor erbrachte 2019 unter Einbezug aller direkten und indirekten Effekte in der Schweiz eine Bruttowertschöpfung von CHF 88.1 Mrd. Dies entspricht 12.5% bzw. einem Achtel der Gesamtwirtschaft.

In ihrer neusten Studie betrachtet BAK Economics die wirtschaftliche Bedeutung des Finanzsektors. Neben den Banken zählen die Versicherungen sowie die banken- und versicherungsnahen Finanzdienstleistungen dazu.

COVID-19-Pandemie trübt die mittelfristigen Perspektiven

Banken und Versicherungen haben ihre Geschäftstätigkeit seit Beginn der COVID-19-Pandemie unter Einhaltung aller Gesundheitsmassnahmen aufrechterhalten können und damit zur Stabilisierung der Volkswirtschaft beigetragen. Mit dem KMU-Kreditprogramm konnten die Banken basierend auf ihrer starken Kapitalisierung direkte Hilfestellung für KMU mit Liquiditätsschwierigkeiten leisten. Mittelfristig dürften die trüben konjunkturellen Aussichten, höhere Schadenzahlungen bei Versicherungen und Kreditausfälle in den Portfolios der Banken den Finanzsektor betreffen. BAK Economics rechnet für den Finanzsektor im laufenden Jahr mit einem Rückgang der Bruttowertschöpfung von 2.1%. 2021 dürfte sich der Sektor leicht erholen und um +0.9% wachsen. Angesichts der unklaren Entwicklung der Pandemie und ihrer wirtschaftlichen Auswirkungen sind die Prognosen jedoch mit einer hohen Unsicherheit behaftet.

Ein bedeutender Arbeitgeber…

Trotz herausfordernder Jahre gehört der Finanzsektor zu den wichtigsten Stützen der Schweizer Wirtschaft. Insgesamt ging 2019 eine Bruttowertschöpfung von CHF 88.1 Mrd. auf den Sektor zurück, was 12.5% bzw. einem Achtel der inländischen Wirtschaftsleistung entspricht. Banken und Versicherungen erwirtschaften dabei eine Wertschöpfung von CHF 70.5 Mrd. Durch Vorleistungen von Unternehmen entlang der vorgelagerten Wertschöpfungskette, aber auch durch Konsumausgaben der Beschäftigten im Handel und im Gewerbe löst die Tätigkeit im Finanzsektor zudem indirekte Effekte von CHF 17.6 Mrd. in anderen Branchen aus. Banken tragen dabei mit CHF 49.8 Mrd. leicht stärker zur gesamten Bruttowertschöpfung des Finanzsektors bei als Versicherungen mit CHF 38.2 Mrd. Übertragen auf die Beschäftigung sind rund 345'400 oder 8.2% aller Arbeitsplätze in der Schweiz direkt oder indirekt vom Finanzsektor abhängig.

…und Steuerzahler

Mit seiner Wirtschaftstätigkeit trägt der Finanzsektor wesentlich zum Steueraufkommen in der Schweiz bei. Die von Bund, Kantonen und Gemeinden erhobenen Steuern, die direkt oder indirekt mit dem Finanzsektor verbunden waren, beliefen sich 2019 auf geschätzt insgesamt CHF 19.3 Mrd. Dies entsprach 12.7% der gesamten Fiskalerträge der öffentlichen Hand. Etwa CHF 10.1 Mrd. davon waren auf Steuern aus Unternehmensgewinnen und Arbeitseinkommen zurückzuführen. Rund CHF 9.2 Mrd. nahm der Bund in Form von Steuern auf Transaktionssteuern (z.B. Stempelabgabe, Verrechnungssteuern) ein.

Infrastrukturfunktion des Finanzplatzes lässt sich nicht in Zahlen ausdrücken

Neben der quantitativ messbaren Bedeutung ist der Finanzsektor eine zentrale Voraussetzung für das effiziente und effektive Funktionieren der Schweizer Volkswirtschaft. Banken und Versicherungen machen durch ihre Intermediärfunktion zahlreiche Aktivitäten erst möglich, indem sie bspw. Investitionen finanzieren oder Risiken absichern. Zudem erfüllen die Finanzintermediäre Funktionen, die aus einer modernen Volkswirtschaft kaum mehr wegzudenken sind, etwa die Abwicklung des Zahlungsverkehrs oder die Kapitalakkumulation. Die Wettbewerbsfähigkeit, Gesundheit und Prosperität des Finanzplatzes ist daher im Interesse der gesamten Schweizer Wirtschaft.

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2019 Nominale Bruttowertschöpfung in Mrd. CHF, Arbeitsplätze: Beschäftigte in Vollzeitäquivalenten (FTE)

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