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12. Dezember 2018

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Die Anerkennung der Börsenäquivalenz ist unerlässlich

Die Anerkennung der Börsenäquivalenz ist unerlässlich

Liebe Leserinnen und Leser

Freiraum, Gradlinigkeit und Offenheit sind meine drei Stichworte für einen erfolgreichen Finanzplatz 2019. Unternehmerische Freiräume sind die Grundlage dafür, dass unsere Banken innovativ sein und sich weiterentwickeln können.
Claude-Alain Margelisch
von Claude-Alain Margelisch, CEO-Advisor, ehemaliger CEO

Marktzugang und die Anerkennung der Äquivalenz sowohl in der Finanzmarktregulierung als auch bei den Börsen sind zentrale Ziele für uns. Ein Rahmenabkommen mit der EU ist dabei eine wichtige Weichenstellung. Wir begrüssen deshalb, dass der Bundesrat eine Konsultation zum Vertragsentwurf durchführt. Wir werden uns weiterhin für das Zustandekommen eines qualitativ hochwertigen Rahmenabkommens einsetzen.

Die Verlängerung der Anerkennung der Börsenäquivalenz durch die EU ist unerlässlich für offene und effiziente Kapitalmärkte. Gemäss Medienberichten soll die Europäische Kommission ihren Mitgliedern die Verlängerung um sechs Monate vorgeschlagen haben und räumt damit der Schweiz die nötige Zeit ein, die Konsultation durchzuführen. Die SBVg nimmt dies zur Kenntnis und fordert weiterhin die unbefristete Anerkennung der Börsenäquivalenz durch die EU. Die kürzlich vom Bundesrat verabschiedete neue Verordnung zum Schutz der Schweizer Börsen dürfte damit für die Dauer der befristeten Gleichwertigkeitsanerkennung keine Wirkung entfalten. Weiter sind verlässliche und effiziente Regulierungsprozesse zentral für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit. Und nur, wenn die Banken mit der Zeit mitgehen und digitale Geschäftsprozesse konsequent nutzen, können wir konkurrenzfähig bleiben.

Gemeinsam schmieden wir auch im kommenden Jahr gezielt an den Rahmenbedingungen für eine weiterhin hohe Standortattraktivität. Welche Bereiche für den Finanzplatz prioritär sind, lesen Sie im Interview mit unserem Präsidenten Herbert Scheidt. Daneben tanzt die Finanzbranche auch einen intensiven Regulierungsreigen, der sich in zahlreichen Revisionen im Bereich Geldwäscherei und in vielfältigen Aktivitäten im Digital Banking niederschlägt. Einen Eindruck, was nötig ist, damit das Banking zukünftig auch in der Cloud stattfinden kann, gibt Ihnen der Beitrag von Martin Hess.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre und alles Gute für ein erfolgreiches Jahr 2019.


Claude-Alain Margelisch