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Das Online-Magazin der Schweizerischen Bankiervereinigung
17. Dezember 2014

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Damit der Fünfer noch fürs Weggli reicht

Damit der Fünfer noch fürs Weggli reicht

Jugendliche lernen den Umgang mit Geld: Ende Oktober war die SBVg eingeladen, in Gastlektionen Schülerinnen und Schüler für das Thema zu begeistern.

Hauptzielsetzung der Schweizerischen Bankiervereinigung SBVg ist die Beibehaltung und Förderung optimaler Rahmenbedingungen im In- und Ausland für den Finanzplatz Schweiz. In diesem Rahmen hilft die SBVg, die Finanzkompetenz (Financial Literacy) von Schülerinnen und Schülern zu stärken. Unter anderem betreibt der Verband die Webseite money-info.ch. Dieser Online-Wegweiser richtet sich an Jugendliche, Eltern und Lehrpersonen und fasst Angebote zusammen, die den Umgang mit Geld zum Inhalt haben. Auf money-info.ch präsentiert der Verband auch das Bankenplanspiel Schulbanker. Dieses richtet sich an die Schulstufe Sek II (für die Deutschschweiz) und wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Deutscher Banken entwickelt.

Umgang mit Geld kommt zu kurz

Die Lehrpläne der Schulen – obligatorische wie weiterführende Stufen – bieten oft wenig Raum für längere, aufbauende Finanzkompetenzförderung. Der Wirtschaftsunterricht  beleuchtet vor allem gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge. Vermeintlich einfache Finanzaspekte des Alltags finden dabei zu wenig Platz.

Manche Schulen gehen andere Wege, um ihren Schülern die Bedeutung des Umgangs mit Geld ins Bewusstsein zu rufen. So wählte die Kreisschule Regio Laufenburg (KSRL) für das Schuljahr 2014/2015 Geld als Jahrgangsthema der Abschlussklassen. Das bedeutet, dass sich die Schülerinnen und Schüler während Monaten auf vielfältige Art - von Museumsbesuchen bis hin zu Entwürfen für neue Schweizer Banknoten - mit Geldaspekten beschäftigen.

Gastlektionen vom Bankenverband

In diesem Rahmen lud die KSRL den Leiter Bildungsinformation der SBVg, Micha de Roo, ein, am 30. Oktober in den sechs Abschlussklassen der Oberstufe je eine 45-minütige Gastlektion zum Thema Umgang mit Geld zu geben.

Die Gastlektionen an der KSRL wurden interaktiv gestaltet: Die Jugendlichen teilten zusammen ihr Sackgeld oder den zukünftigen Lehrlingslohn ein und berechneten, was am Ende des Monats aufs Sparkonto wandert – oder eben auch nicht. In einem Quiz konnten die Jugendlichen zudem ihr Wissen über Geld und Finanzen testen und danach in einem Film mehr über den turbulenten Alltag eines Geldstückes erfahren. Alle Schülerinnen und Schüler erhielten am Schluss einen kreditkartengrossen Guide zu jugendaffinen Financial Literacy-Online-Angeboten. 

Wissen schrittweise aufbauen

"Wenn Jugendliche noch keine Schulungen zum Umgang mit Geld hatten, gilt es, einfach zu beginnen und aufzubauen", erklärt de Roo. "Man sollte dabei interaktiv und spielerisch an Themen aus dem Alltag anknüpfen." Schrittweise können Jugendliche so zu komplexeren Finanzfragen wie Altersvorsorge, Aufgaben einer Bank oder Risiko und Rendite herangeführt werden. "Das geht dann natürlich weit über eine Gastlektion hinaus", betont de Roo.

Die Förderung der Finanzkompetenz von Kindern und Jugendlichen erfolgt idealerweise langfristig und im Zusammenspiel von Lehrpersonen und Eltern. Dabei kann die Finanzbranche mit ihrem Know-how einen sinnvollen Beitrag leisten.