Meinungsumfrage 2019 zu den Banken in der Schweiz

Banken solide aufgestellt für die digitale Zukunft

Die Meinungsumfrage 2019 zu den Banken in der Schweiz zeigt erfreuliche Ergebnisse: Das Vertrauen der Schweizer Stimmberechtigten in die eigene Hauptbank ist flächendeckend hoch und die Banken werden als Arbeitgeber, als Steuerzahler und als verlässlicher Partner für Kunden geschätzt. Die Banken sind international wettbewerbsfähig und gut gerüstet für die digitale Zukunft. Kritisch sind die Schweizerinnen und Schweizer in Bezug auf die Altersvorsorge: Die Zukunftsfähigkeit des Schweizer Vorsorgesystems stellen sie zunehmend in Frage. Demgegenüber attestieren sie den Banken einen hohen Stellenwert bei der Finanzierung des dritten Lebensabschnittes.

Die Meinungsumfrage zu den Banken in der Schweiz wurde im Auftrag der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) von gfs.bern durchgeführt.

>> Hier finden Sie die Meinungsumfrage 2019 bei den Banken in der Schweiz

Schweizerinnen und Schweizer vereint

Das Interesse an den Banken im Jahr 2019 ist deutlich positiv.

Ausgezeichnete Reputation

Die Banken sind wichtige Arbeitgeber, solide und verlässlich.

Vorfreude Pensionierung

Eine Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer freut sich auf die Pensionierung. Die Banken leisten dafür einen wichtigen Beitrag.

Schweizer Banken werden mehrheitlich positiv wahrgenommen, gelten als verlässlich, sicher und als wichtige Arbeitgeber. Das positive Image entsteht aus einer Mischung aus wirtschaftlichem Erfolg, gesellschaftlicher Verantwortung und positiven Erlebnissen im eigenen Alltag.

Die positive Entwicklung setzt sich aus mehreren Teilelementen zusammen. Banken gelten verstärkt als wichtiger Arbeitgeber, sind in der Aussenwahrnehmung zunehmend finanziell solide und wirtschaftlich sicher, tragen stärker zum guten Ruf des Schweizer Finanzplatzes bei und punkten durch gesellschaftliches Engagement in den Bereichen Sponsoring und Nachhaltigkeit. Insgesamt überzeugen sie damit zunehmend auf den Dimensionen Leistungsimage und Gesellschaftsimage – für ein Unternehmen in der Aussenwahrnehmung ideal: Banken sind in der Wahrnehmung wirtschaftlich potent und nutzen diese Stärke auch für relevante Beiträge an die Gesellschaft.

Wahrnehmung und Haltung gegenüber den Schweizer Banken

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Ungebrochen punkten Banken am meisten im direkten Kundenkontakt. Die eigene Hausbank gilt flächendeckend als vertrauenswürdig, zuverlässig und kompetent. Auch Auftritt und Kommunikation werden durch eine grosse Mehrheit der Befragten als vertrauenswürdig eingestuft.

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Beurteilung Wettbewerbsfähigkeit Schweiz und Schweizer Finanzplatz

Schweizer Banken

sind im internationalen Wettbewerb gut aufgestellt.

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Banken gelten nicht nur als der Wirtschaftszweig mit dem höchsten Beitrag an die schweizerische Gesamtwirtschaft. Die Schweizer Stimmberechtigten gehen auch davon aus, dass die Schweizer Banken international gut aufgestellt sind.

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In der bevölkerungsseitigen Wahrnehmung gilt der Schweizer Finanzplatz im internationalen Vergleich als ausgesprochen kompetitiv, was auf eine Kombination aus politischer und wirtschaftlicher Stabilität, den Schutz der finanziellen Privatsphäre und besonders guten Kundenservice zurückgeführt wird. Diese gute Ausgangslage ist aber kein Selbstläufer, grosse Mehrheiten betonen, dass gerade die Ausbildung ein wichtiger Schlüssel im internationalen Konkurrenzkampf ist.

Ansichten zu den Banken in der digitalen Zukunft

Die Bank von heute ist nicht die Bank von morgen.

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Herr und Frau Schweizer gehen auch 2019 mehrheitlich davon aus, dass Schweizer Banken zu den Gewinnerinnen der Digitalisierung gehören, auch wenn stets betont wird, dies müsse nicht auf jede einzelne Bank zutreffen. Einig sind sich die Befragten hingegen auch, dass die Digitalisierung die Banken verändern wird: 56 Prozent aller Befragten erwarten, dass es Schweizer Banken auch in 20 Jahren noch geben wird – allerdings in stark veränderter Form.

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Lediglich marginale 4 Prozent können sich vorstellen, dass Finanzdienstleistungen in Zukunft durch ganz andere Anbieter erbracht werden. Auch wenn es gerade der Kern disruptiver Technologien ist, dass man sich neue Anbieter nicht im Voraus vorstellen kann, zeigt es doch zumindest, dass man sich eine digitale Bankenzukunft für die bisherigen Anbieter flächendeckend gut vorstellen kann.

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Altersvorsorge

Die Schweizerinnen und Schweizer

freuen sich auf die Pensionierung.

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Die Pensionierung ist nach wie vor die Zeit der Selbstverwirklichung, wenn man sich auch den kommenden Finanzierungsproblemen keineswegs verschliesst. Banken leisten aus Sicht der Schweizer Stimmberechtigten einen wichtigen Beitrag als dritter Beitragszahler.

Grosse Mehrheiten freuen sich nicht nur auf die dritte Lebensphase, sondern gehen auch davon aus, dass sie in dieser Phase Zeit und Musse erhalten zur Erfüllung persönlicher Ziele – insbesondere in den Bereichen Hobby oder Freizeit.

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Diese Einschätzung geschieht aus gutem Grund: Befragte, welche das Pensionsalter schon erreicht haben, bestätigen, dass dieser Wunsch in den meisten Fällen auch Realität wird.
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Einige Entwicklungen, die aktuell in der Schweiz zu beobachten sind, tragen dazu bei, dass viele Menschen das Pensionsalter geniessen können: Gerade der technologische Fortschritt, wie auch die wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz werden als klare Förderfaktoren einer zufriedenstellenden Situation im Pensionsalter wahrgenommen. Allerdings haben Herr und Frau Schweizer auch kein verklärtes Bild der Zukunft: Zunehmende Kosten im Gesundheitsbereich sowie die zunehmenden Finanzierungsprobleme bei der ersten und zweiten Säule werden grossmehrheitlich anerkannt. Die negative Wirkung wird verstanden.

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Bilanzierend ist der Blick auf die zukünftige Funktionsweise der Schweizer Altersvorsorge sichtbar weniger positiv, als der individuelle Blick auf die eigene Vorsorgesituation. Gleich grosse Gruppen schätzen die Zukunft entweder als schlecht oder gut ein.
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Als Reaktion auf die kommenden Schwierigkeiten stehen verstärkte Einzahlungen in die erste oder zweite Säule sowie erhöhte Eigenverantwortung im Vordergrund. Finanzieller Verzicht oder eine Erhöhung des AHV-Alters auf 67 Jahre haben dagegen einen schweren Stand – Beides ist so seit über 10 Jahren zu beobachten, wenn auch eine Erhöhung des Rentenalters in Vergangenheit deutlich mehr Ablehnung mobilisierte.

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Für eine Mehrheit der Schweizer Stimmberechtigten leisten die Schweizer Banken einen akzeptierten Beitrag an die Altersvorsorge. Sie tun dies entweder in Form attraktiver Produkte zum Sparen im Alter, durch Beratungsleistungen oder auch als dritter Beitragszahler in Form von Zinsen und Aktiengewinnen.

Der vorliegende Bericht zeigt die Resultate der Meinungsumfrage 2019 zu den Banken in der Schweiz, die im Auftrag der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) seit rund zwanzig Jahren erhoben wird. Neben der Wahrnehmung des Images der Schweizer Banken und der Meinungsbildung rund um den Finanzplatz steht 2019 auch das Schwerpunktthema Altersvorsorge im Zentrum.

Die Studie wurde 2019 erstmals durch das Forschungsinstitut gfs.bern durchgeführt. In diesem Rahmen wurden Fragebogenformulierungen, Befragungsmethode sowie statistische Auswertungsverfahren modernisiert.

Befragungskonzept und Methode
Die Ergebnisse des Bankenmonitors 2019 basieren auf einer repräsentativen Befragung von 1’000 Stimmberechtigten aus der gesamten Schweiz. Die Befragung wurde zwischen dem 9. und dem 29. Januar 2019 mittels computerunterstützten Telefoninterviews (CATI) durch­geführt. Befragt wurde mittels eines Random Digit Dialing (RDD)/Dual-Frame-Verfahrens via Festnetz und Handy. Über die technischen Eckwerte der nationalen Umfrage orientiert die nachstehende Übersicht:

Methodische Details
  • Auftraggeber: Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg)
  • Grundgesamtheit: Stimmberechtigte
  • Befragungsgebiet: gesamte Schweiz
  • Herkunft der Adressen: Stichprobenplan Gabler/Häder für RDD/Dual-Frame; 
Verwendung der Swiss-Interview-Liste
  • Datenerhebung: telefonisch, computergestützt (CATI)
  • Stichprobengrösse: Total Befragte N = 1’000
, n DCH = 700, n FCH = 240, n ICH = 60
  • Art der Stichprobenziehung: Random-Quota; Geburtstagsmethode im Haushalt
  • Befragungszeitraum: 9. bis 29. Januar 2019
  • Stichprobenfehler: ±3,1 Prozent bei 50/50 und 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit
  • Quotenmerkmale: Alter/Geschlecht interlocked, Festnetz/Handy
  • Gewichtung: Dual-Frame-Gewichtung, Designgewichtung nach Sprachregion, zusätzliches 
Redressement entlang von Alter / Geschlecht, Parteibindung und Bildung
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