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Der Schweizer Finanzsektor

Die Schweiz gehört zu den führenden und wettbewerbsfähigsten Finanzplätzen der Welt.

Mit Zürich und Genf rangieren heute zwei Schweizer Städte auf den Plätzen 2 und 6 im europäischen Vergleich (Quelle: The Global Financial Centres Index (GFCI), September 2018). Der Finanzsektor, bestehend aus dem Banken- und dem Versicherungssektor, trägt wesentlich zum Wohlstand der Schweiz bei.

Wirtschaftsleistung

12,9% der Bruttowertschöpfung gehen direkt oder indirekt auf den Finanzsektor zurück.

Beschäftigung

Die Banken bieten 136’000 Arbeitsplätze und beschäftigen 170’000 Personen in anderen Branchen.

Steuern

Der Schweizer Finanzsektor zahlt fast so viele Steuern, wie der Bund für Verkehr, Sicherheit, Ernährung & Landwirtschaft zusammen ausgibt.

Wichtige volkswirtschaftliche Stütze

Der Finanzsektor erzielte 2017 eine Bruttowertschöpfung von rund CHF 60 Mrd. Das entspricht einem Anteil von 9,2 Prozent an der gesamten Wirtschaftsleistung der Schweiz. Damit stammt rund jeder zehnte Wertschöpfungsfranken der Schweiz aus dem Finanzsektor. Die Banken tragen über die Hälfte dazu bei (CHF 31 Mrd.).

Der Finanzsektor ist auch in einem sich verändernden und herausfordernden Umfeld weiterhin eine wichtige Stütze der schweizerischen Volkswirtschaft. Verzeichnete der Sektor im 2016 noch einen Rückgang der Bruttowertschöpfung (–2,4%), wuchs er im 2017 über dem schweizerischen Durchschnitt. Die gesamte Bruttowertschöpfung der Schweiz, bereinigt um die Preisentwicklung, erhöhte sich um 1,7 Prozent, während der Finanzsektor ein Wachstum von 1,9 Prozent verzeichnete.

 

Grafik 1
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Totaler Effekt Finanzplatz | 12,9% | 84 Mrd.
Direkter Effekt Bankensektor | 4,8% | 31 Mrd.

Der Bankensektor ist fast 1,5 mal so produktiv, wie der Durchschnitt der Gesamtwirtschaft.

Die Bedeutung des Finanzsektors zeigt sich auch in der hohen Zahl an Beschäftigten. Im Jahr 2017 zählte der Finanzsektor rund 208’000 Vollzeitstellen. Damit arbeiten rund 5,4 Prozent aller Beschäftigten der Schweiz im Finanzsektor, zwei Drittel davon, oder 136’000, bei den Banken.
Grafik 2
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Totaler Effekt Finanzplatz | 12,0% | 460’900
Direkter Effekt Bankensektor | 3,5% | 136’400

Die Banken bieten 3’300 KV-Lernenden einen Ausbildungplatz. Das sind ungefähr 8% aller KV-Lehrstellen der Schweiz.

Der Finanzsektor leistet zudem einen grossen Beitrag an das Schweizer Steueraufkommen. Im Jahr 2017 gingen CHF 16,5 Mrd. Steuern an die öffentliche Hand, das sind 11,5 Prozent des gesamten Fiskalertrages von Bund, Kantonen und Gemeinden. Der Steuerbeitrag der Banken belief sich auf CHF 12 Mrd.

Grafik 3
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Totaler Effekt Finanzplatz | 13,5% | 19,3 Mrd.

Der Finanzplatz bezahlt mehr als 13% aller Steuern in der Schweiz, fast 10% stammen aus dem Bankensektor.

Substantieller indirekter Beitrag

Aufgrund ihrer starken Verflechtung begünstigen Unternehmen aus dem Banken- und Versicherungssektor auch die wirtschaftliche Entwicklung weiterer Sektoren. Dadurch generieren sie indirekt Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Steueraufkommen ausserhalb der Finanzbranche. Die indirekte Wertschöpfung des Finanzsektors belief sich im Jahr 2017 auf CHF 24 Mrd. und nimmt vor allem im Bankensektor weiter zu. Dies ist im Wesentlichen auf die Anpassung der Geschäftsmodelle, die Digitalisierung und Auslagerungen in andere Branchen zurückzuführen. Die indirekte Wertschöpfung des Bankensektors ist im 2017 gegenüber dem Vorjahr um 10,3 Prozent auf CHF 16,7 Mrd. gewachsen.

Der indirekte Beschäftigungseffekt des Finanzsektors lag im Jahr 2017 bei über 250‘000 Vollzeitstellen (Banken: über 170‘000). Direkt und indirekt sind in der Schweiz somit 12 Prozent aller Arbeitsstellen mit dem Finanzsektor verbunden.

Zusätzlich zu den CHF 16,5 Mrd. an direkten Steuereinahmen schuf der Finanzsektor auch indirekte Steuereinnahmen in Höhe von rund CHF 2,8 Milliarden. Direkt und indirekt steuert der Finanzsektor 13,5 Prozent an die Steuereinnahmen der öffentlichen Hand bei.

Solider Ausblick

Die Digitalisierung führt zu neuen Produkten und Dienstleistungen sowie Anpassungen an den Prozessen. In der Folge wird sich insbesondere im Bankensektor der Trend der Arbeitsplatzverlagerung in andere Sektoren fortsetzen. Die wichtigsten Effekte davon sind eine weiterhin zunehmende Auslagerung von Dienstleistungen und die steigende Nachfrage nach Vorleistungen in anderen Sektoren. Damit verlagert sich nicht nur ein Teil der Wertschöpfung, sondern auch ein Teil der Arbeitsstellen in Unternehmen, welche statistisch nicht als Banken erfasst werden.

Die Negativzinsen, der starke Wettbewerbsdruck und die Digitalisierung wirken sich dämpfend auf die Margen aus. Daher wird der Druck zu Produktivitätssteigerungen im Finanzsektor bestehen bleiben. Sowohl für den Bankensektor (3%) als auch für den Versicherungssektor (2,5%) ist für die nächsten 12 Monate ein Wachstum der realen Bruttowertschöpfung zu erwarten. Mittelfristig dürfte das direkte Wertschöpfungswachstum im Bankensektor rund 2 Prozent pro Jahr betragen.

Die Rolle des Asset Managers als Intermediär erfüllt eine zentrale Funktion auf dem Finanzplatz Schweiz. Mit einer effizienten Kapitalallokation, die sich durch rationale meritokratische Investmententscheidungen auszeichnet, einer hohen Wertschöpfung und attraktiven Arbeitsplätzen, leistet das Asset Management einen wichtigen Beitrag für die Effizienz des Marktes und die Stabilität des Finanzsystems. Hinzu kommt die Aufgabe der professionellen Bewirtschaftung von Vorsorgegeldern, die zur allgemeinen finanziellen Stabilität beiträgt.

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