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Der Schweizer Finanzsektor

Die Schweiz gehört zu den führenden und wettbewerbsfähigsten Finanzplätzen der Welt.

Zürich und Genf rangieren auf den Plätzen 2 und 6 im europäischen Vergleich betreffend Wettbewerbsfähigkeit (Quelle: The Global Financial Centers Index (GFCI), September 2019). Der Finanzsektor, bestehend aus dem Banken- und dem Versicherungssektor, trägt wesentlich zum Wohlstand der Schweiz bei.

Wirtschaftsleistung

9,4% der Bruttowertschöpfung gehen direkt auf den Finanzsektor zurück, indirekt sind es 12,4%.

Beschäftigung

Die Banken bieten 144’000 Arbeitsplätze und beschäftigen zusätzlich rund 100’000 Personen in anderen Branchen.

Steuern

Der Schweizer Finanzsektor zahlt fast so viele Steuern, wie der Bund für Bildung & Forschung, Sicherheit, Ernährung & Landwirtschaft zusammen ausgibt

Wichtige volkswirtschaftliche Stütze

Der Finanzsektor erzielte 2018 eine Bruttowertschöpfung von rund CHF 63 Mrd. Das entspricht einem Anteil von 9,4% an der gesamten Wirtschaftsleistung der Schweiz. Damit stammt fast jeder zehnte Wertschöpfungsfranken der Schweiz aus dem Finanzsektor. Die Banken tragen über die Hälfte dazu bei (CHF 32,8 Mrd.).

Der Finanzsektor ist die drittgrösste Branche der Schweiz und damit eine wichtige Stütze der schweizerischen Volkswirtschaft. Er generiert eine höhere Wertschöpfung als die Pharmaindustrie und der Detailhandel zusammen.

 

Grafik 1
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Totaler Effekt Finanzplatz | 12,4% | 83 Mrd.
Direkter Effekt Bankensektor | 4,9% | 32,8 Mrd.

Die Bedeutung des Finanzsektors zeigt sich auch in der hohen Zahl an Beschäftigten. Im Jahr 2018 zählte der Finanzsektor rund 218’000 Vollzeitstellen. Damit arbeiten rund 5,3 Prozent aller Beschäftigten der Schweiz im Finanzsektor, knapp zwei Drittel davon respektive 144’000 bei den Banken.

Grafik 2
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Totaler Effekt Finanzplatz | 8,8% | 364’900
Direkter Effekt Bankensektor | 3,5% | 144’000

Der Finanzsektor leistet zudem einen grossen Beitrag an das Schweizer Steueraufkommen. Im Jahr 2018 gingen CHF 17,6 Mrd. Steuern an die öffentliche Hand, das sind 12 Prozent des gesamten Fiskalertrages von Bund, Kantonen und Gemeinden.

Grafik 3
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Totaler Effekt Finanzplatz einschliesslich finanzmarktbezogene Steuern
(Mehrwert- und Verrechnungssteuer sowie Stempelabgabe)
rund 12% | 17,6 Mrd.

Substantieller indirekter Beitrag

Von der Geschäftstätigkeit eines Unternehmens profitieren im Zuge der wirtschaftlichen Verflechtung immer auch Firmen anderer Branchen. Die Nachfrage nach Vorleistungen bewirkt positive Impulse bei Unternehmen aus anderen Branchen entlang der Wertschöpfungskette. Die Konsumausgaben der Angestellten kommen dem Handel und Gewerbe zugute. So entsteht durch die Geschäftstätigkeit der Unternehmen des Finanzsektors auch in anderen Branchen Wertschöpfung. Durch die Vorleistungsnachfrage der Unternehmen des Finanzsektors und die Konsumausgaben ihrer Angestellten entstehen in anderen Branchen Arbeitsplätze. Insgesamt sind so fast 365’000 Vollzeitstellen direkt oder indirekt mit dem Finanzsektor verbunden.

Die fiskalische Bedeutung des Finanzsektors und des Finanzmarktes ergibt sich zum einen daraus, dass die mit den Wertschöpfungseffekten verbundenen Einkommen und Gewinne der direkten Besteuerung von Bund, Kantonen und Gemeinden unterliegen. Zum anderen erhebt der Bund indirekte Steuern auf Finanzmarkttransaktionen und den Bezug von Finanzdienstleistungen (Mehrwert- und Verrechnungssteuer sowie Stempelabgabe).

Ausblick

Aufgrund der verhaltenen Entwicklung der Bankenbranche bleibt das Wachstum des Finanzsektors unter dem gesamtwirtschaftlichen Schnitt. Aufgrund der geplanten Sparprogramme der Grossbanken ist für 2019 mit einem Rückgang der Wertschöpfung zu rechnen, gefolgt von einer leichten Erholung in 2020. Die sonstigen Finanzdienstleistungen profitieren vom Strukturwandel im Finanzsektor und dürften ein solides Wachstum erzielen.

Aufgrund des hohen Kostendrucks und des Strukturwandels, der sich bspw. in Filialschliessungen widerspiegelt, ist insgesamt nicht mit einem Beschäftigungswachstum zu rechnen. Für 2019 und 2020 ist weiterhin mit einem leichten Rückgang der Beschäftigung bei den Banken zu rechnen. Die grossen Auslagerungen der letzten Jahre dürften aber weitestgehend abgeschlossen sein. Das starke Beschäftigungswachstum der letzten Jahre bei den sonstigen Finanzdienstleistungen (u.a. aufgrund von Stellenauslagerungen der Banken) dürfte 2019 pausieren, um dann wieder Fahrt aufzunehmen.

Bedingt durch das weiterhin herausfordernde Geschäftsumfeld dürfte der Finanzsektor sowohl bzgl. des Wertschöpfungs- als auch bzgl. des Beschäftigtenwachstums unter dem gesamtwirtschaftlichen Schnitt bleiben. Da grosse Umstrukturierungsprojekte abgeschlossen sind, dürfte die reale Bruttowertschöpfung der Banken wieder geringes Wachstum verzeichnen bei einer weiterhin leicht rückläufigen Beschäftigtenzahl. Die sonstigen Finanzdienstleistungen dürften weiter vom Strukturwandel und von Auslagerungen profitieren und sich infolgedessen dynamischer entwickeln.

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