Der Schweizer Bankensektor

Der Bankensektor trägt massgeblich zum Erfolg des Schweizer Finanzplatzes bei.

Der Bankensektor trägt massgeblich zum Erfolg des Schweizer Finanzplatzes bei. Die Schweiz gehört weltweit zu den führenden Finanzplätzen und ist nach wie vor die Nummer 1 in der grenzüberschreitenden Vermögensverwaltung. Per Ende 2018 waren in der Schweiz 248 Banken tätig.

Vielseitiger Finanzplatz

Per Ende 2018 waren in der Schweiz 248 Banken tätig.

Die Schweiz ist Nummer 1

Die Schweizer Banken verwalten rund 27% des weltweit grenzüberschreitend verwalteten Vermögens.

Zuverlässiger Arbeitgeber

Rund 60% der Banken erwarten im zweiten Halbjahr 2019 einen unveränderten Personalbestand.

Die Banken in der Schweiz

Per Ende 2018 waren in der Schweiz 248 Banken tätig. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) unterteilt die Banken in 8 Gruppen.

Grafik 1
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Das wirtschaftliche Umfeld der Banken in der Schweiz gestaltet sich nach wie vor anspruchsvoll: Die anhaltende Negativzinsphase, Restriktionen beim Marktzugang sowie «hausgemachte» Nachteile prägen die Rahmenbedingungen für die Institute. Angesichts weiterhin sinkender Margen und der fortschreitenden Digitalisierung der Finanzbranche dürfte sich die strukturelle Neuordnung im Bankensektor auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Trotz des unsicheren Umfelds, der Anpassungsprozesse und der wirtschaftlichen Herausforderungen entwickeln sich die Banken jedoch solide.

Damit die Schweiz auch zukünftig im internationalen Vergleich über einen starken konkurrenzfähigen Finanzmarkt verfügt, sind bestmögliche, international akzeptierte Rahmenbedingungen notwendig.

Geschäftserfolg

Der aggregierte Geschäftserfolg belief sich 2018 auf CHF 65,3 Mrd. (+4,6%).  Dies ist der höchste Stand seit der Finanzkrise 2008. Innerhalb der Bilanzen trug der Erfolg aus dem Zinsgeschäft trotz des Niedrigzinsumfelds mit CHF 23,5 Mrd. (–1,8%) den grössten Teil zum Geschäftserfolg bei. Der Erfolg aus den restlichen Geschäftsbereichen ist durchgehend gestiegen.

Grafik 2
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Der aggregierte Geschäftserfolg der Banken in der Schweiz stieg 2018 gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Prozent auf CHF 65,3 Mrd. Der Jahresgewinn erhöhte sich um 17,3 Prozent auf CHF 11,5 Mrd. Es haben 216 der insgesamt 248 Institute einen Jahresgewinn erzielt. Die Banken entrichteten Steuern in Höhe von CHF 1,5 Mrd. Trotz fortgesetztem Beschäftigungsrückgang um 1,4 Prozent auf 90’660 Vollzeitstellen und dem Rückgang der Anzahl Institute um 5 auf 248 ist der Arbeitsmarkt im Bankensektor robust.

Grafik 3
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Bilanzgeschäft und Beschäftigung bei den Banken in der Schweiz

Die aggregierte Bilanzsumme aller Banken in der Schweiz sank im Jahr 2018 von CHF 3’249,4 Mrd. auf CHF 3’225,0 Mrd. (–0,8%). Die Kantonalbanken legten gegenüber dem Vorjahr mit CHF 25,0 Mrd. am stärksten zu, gefolgt von den Börsenbanken (CHF 4,7 Mrd.), den Regionalbanken und Sparkassen (+CHF 2,2 Mrd.) sowie den «Anderen Banken» Rundungsdifferenzen. Auch die Privatbankiers (+CHF 0,1 Mrd.) und Raiffeisenbanken (+CHF 0,1 Mrd.) weisen einen leichten Zuwachs aus. Die Grossbanken (–CHF 45,7 Mrd.) und Auslandbanken (–CHF 11,1 Mrd.) verzeichneten hingegen einen Rückgang.

Grafik 4
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Quelle: SNB

Die Banken in der Schweiz erfüllen seit der Einführung der Negativzinsen und der Aufhebung des Euro-Mindestkurses ihre Funktion als Kreditgeber und Finanzierungspartner vollumfänglich.

Grafik 5
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Das ausstehende inländische Kreditvolumen betrug im Jahr 2018 CHF 1’174,7 Mrd. Davon stammten CHF 164,6 Mrd. aus gedeckten und ungedeckten Forderungen gegenüber Kunden (Unternehmen, öffentliche Körperschaften und Konsumkredite) und CHF 1’010,2 Mrd. aus Hypothekarforderungen. Im Vergleich zum Vorjahr nahm das gesamte inländische Kreditvolumen im Jahr 2018 um 3,9 Prozent zu. Das Wachstum der inländischen Hypothekarkredite fiel mit 3,6 Prozent ebenfalls höher aus als im Jahr zuvor (2017: +2,7%). Die Hypothekarforderungen haben seit 2008 um CHF 321,0 Mrd. (+46,6%) zugelegt und der Anteil am inländischen Kreditvolumen ist von 79,1 Prozent auf 86,0 Prozent angewachsen. Die Hypothekarforderungen stellen somit kontinuierlich den grössten Anteil am Kreditvolumen.

Vermögensverwaltung

Die Banken in der Schweiz verwalteten per Ende 2018 insgesamt Vermögen in der Höhe von CHF 6’943,5 Mrd. Gegenüber dem Vorjahr ist das verwaltete Vermögen
um CHF 348,4 Mrd. (–4,8%) gesunken. Der relative Anteil von ausländischem Kundenvermögen blieb nahezu unverändert bei 47,5 Prozent. Die Schweiz bleibt Weltmarktführerin im grenzüberschreitenden Wealth Management: Mehr als ein Viertel (Marktanteil: rund 27%) des weltweit grenzüberschreitend verwalteten Vermögens wird in der Schweiz verwaltet.

Die Schweiz ist Nummer 1

Die Schweizer Banken verwalten rund 27% des weltweit grenzüberschreitend verwalteten Vermögens.

Das verwaltete Vermögen in der Schweiz beträgt

6’943,5 Milliarden Schweizer Franken

Fast die Hälfte der verwalteten Vermögen

stammen aus dem Ausland.

Gesamtsicht der verwalteten Vermögen und Anlagen

Bei Banken in der Schweiz werden per Ende 2018 Vermögen im Umfang von CHF 6,9 Billionen verwaltet. Davon entfallen CHF 0,2 Bio. auf inländische Privatkunden
mit einem Vermögen bis zu CHF 0,5 Mio. Hinzu kommen inländische Kunden mit grösseren Vermögen, die sich auf total CHF 1,1 Bio. summieren. Im grenzüberschreitenden Vermögensverwaltungsgeschäft (Wealth Management) werden insgesamt CHF 2,3 Bio. verwaltet. Privatkunden im In- und Ausland besitzen 53 Prozent der Gesamtsumme von Vermögen auf Banken in der Schweiz. Die weiteren 47 Prozent der gesamten verwalteten Vermögen summieren sich auf CHF 3,3 Bio. und sind in der Hand von Unternehmen und institutionellen Kunden. Die CHF 6,9 Bio. teilen sich in Bankguthaben im Umfang von CHF 1,1 Bio. und in Wertschriftenvolumen von CHF 5,8 Bio. auf.

Ein Teil der hierzulande gebuchten Vermögen wird mittels Anlage-Lösungen mit Produktionsort Schweiz verwaltet. Das breit definierte Investment Management in der Schweiz ist für die Anlagestrategie von insgesamt CHF 3,3 Bio. verantwortlich. Der Betrag teilt sich zu 2,2 Bio. auf das Asset Management auf, wozu Kollektivanlagen und Verwaltungsmandate von institutionellen Kunden zählen. Dazu kommen CHF 1,2 Bio. in Verwaltungs- und Beratungsmandaten von nicht-institutionellen Kunden – hauptsächlich Privatkunden – sowie Beratungsmandate von institutionellen Kunden.

Grafik 6
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Anmerkungen: Grössenverhältnisse indikativ, Abweichungen aus Rundungsdifferenzen. Die Vermögenswerte bei Banken in der Schweiz werden teilweise vom Schweizer Investment Management verwaltet, teilweise auch von den Kunden selbst oder von ausländischen Anbietern. Das Schweizer Investment Management verwaltet zusätzlich auch Vermögenswerte, die bei Banken im Ausland liegen.
Quelle: SNB, BCG, IFZ /AMP, SBVg

Beschäftigung bei den Banken in der Schweiz

Im Jahr 2018 beschäftigten die Banken im Inland 90’660 Personen (in Vollzeitäquivalenten), davon rund 23’000 im Wealth Management. Die Anzahl der Stellen nahm im Vergleich zum Vorjahr um 1’240 Stellen ab (–1,3%). Wie bereits im Vorjahr ist ein Teil des Rückgangs damit zu erklären, dass Stellen in Konzerneinheiten verlagert wurden, die nicht von der Bankenstatistik erfasst werden.

Im Dezember 2018 betrug die Arbeitslosenrate im Schweizer Bankensektor gemäss dem SECO durchschnittlich 2,3 Prozent. Sie lag somit um 0,4 Prozentpunkte unter
der Zahl für die Gesamtwirtschaft von 2,7 Prozent und ist damit vergleichsweise niedrig. Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt 2018 3’418 registrierte Arbeitslose im Bankensektor zu verzeichnen, was einer Abnahme um 581 Arbeitslose im Vergleich zum Jahr 2017 entspricht. Angesichts der grossen Herausforderungen, denen sich die Banken gegenübersehen, ist der Arbeitsmarkt weiterhin äusserst robust.

Die jährlich von der SBVg durchgeführte Umfrage zur Personalentwicklung bei den Banken zeigt für das erste Halbjahr 2019 eine leichte Zunahme der Beschäftigung in
der Schweiz. Sie erhöhte sich zwischen Ende 2018 und Juni 2019 von 87’596 auf 87’617 Stellen..

Grafik 7
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* Der Personalbestand in der Schweiz per Ende 2018 fiel in der Umfrage der SBVg tiefer aus als in der Statistik der SNB angegeben. Der Grund für diese Differenz liegt in der Rücklaufquote der SBVg-Umfrage. Die Umfrage wurde bei 215 Banken in der Schweiz durchgeführt. Die Rücklaufquote der Befragung lag bei 71 Prozent, welche 96,6 Prozent des Personalbestands von Banken in der Schweiz repräsentieren.

Anmerkung: Anzahl Antworten: 153
Quelle: Beschäftigungsumfrage der SBVg (2019)

Für das zweite Halbjahr 2019 erwarten 59,2 Prozent der antwortenden Banken eine unveränderte Beschäftigung, was gegenüber der Vorjahresumfrage einem Rückgang
von 2,1 Prozentpunkten entspricht. 25,7 Prozent der Umfrageteilnehmer erwarten einen höheren und 15,1 Prozent einen tieferen inländischen Personalbestand. Damit sind die befragten Bankenvertreter deutlich vorsichtiger hinsichtlich der inländischen Personalentwicklung als noch vor einem Jahr.

Grafik 8
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Im ersten Halbjahr 2019 hat sich die Arbeitslosenrate im Bankensektor gemäss der monatlichen Statistik des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) gegenüber Dezember 2018 nicht verändert und lag nach wie vor auf einem Wert von 2,3 Prozent. Damit lag die Arbeitslosenquote leicht über dem gesamtschweizerischen Durchschnitt von 2,1 Prozent im Juni.

Im Fokus: Investment Management

In den vergangenen Jahren hat sich das Investment Management, also die professionelle Vermögensverwaltung für institutionelle wie für private Kunden, als zentraler
Pfeiler und als Leistungsversprechen der Finanzbranche des Landes erwiesen. Im Jahr 2018 wurden in der Schweiz Investments von insgesamt CHF 3,3 Bio. verwaltet.
Dies entspricht etwa dem Fünffachen des schweizerischen Bruttoinlandsprodukts. Davon werden 34 Prozent für Auftraggeber im Ausland verwaltet. Das
Investment Management schafft erheblichen Mehrwert für die Finanz- und Realwirtschaft, indem es Kapital effizient zuteilt sowie für effiziente Märkte und eine
professionelle Verwaltung von institutionellem und nicht-institutionellem Vermögen sorgt. Als Dienstleister für andere Banksegmente ist es eng mit dem Wealth
Management verbunden und trägt zum umfassenden Angebot des Schweizer Finanzplatzes für inländische und ausländische Kunden bei.

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Die Rolle des Investment Managers als Intermediär erfüllt eine zentrale Funktion auf dem Finanzplatz Schweiz. Mit einer effizienten Kapitalallokation, die sich durch rationale meritokratische Investmententscheidungen auszeichnet, einer hohen Wertschöpfung und attraktiven Arbeitsplätzen, leistet das Investment Management einen wichtigen Beitrag für die Effizienz des Marktes und die Stabilität des Finanzsystems. Hinzu kommt die Aufgabe der professionellen Bewirtschaftung von Vorsorgegeldern, die zur allgemeinen finanziellen Stabilität beiträgt.

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* Ultra High Net Worth Individuals
Quellen: SBVg und BCG
© SwissBanking 2019

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