Der Schweizer Bankensektor

Der Bankensektor trägt massgeblich zum Erfolg des Schweizer Finanzplatzes bei.

Der Schweizer Finanzplatz gehört zu den global wettbewerbsfähigsten Finanzzentren und ist weltweit die Nummer 1 im grenzüberschreitenden Wealth Management. Er bietet zudem erstklassige Rahmenbedingungen für digitale Innovation und ist international vorbildlich reguliert.

Im Jahr 2019 haben die Banken in einem anspruchsvollen Umfeld ein solides Ergebnis erzielt.

Vielseitiger Finanzplatz

Per Ende 2019 waren in der Schweiz 246 Banken tätig.

Die Schweiz ist Nummer 1

Die Banken in der Schweiz verwalten rund ein Viertel des weltweit grenzüberschreitend verwalteten Privatvermögen.

Zuverlässiger Arbeitgeber

Rund drei Viertel der Banken erwarten im zweiten Halbjahr 2020 einen unveränderten Personalbestand.

Die Banken in der Schweiz

Per Ende 2019 waren in der Schweiz 246 Banken tätig. Das sind zwei weniger als im Vorjahr. Die Banken in der Schweiz werden in acht Gruppen unterteilt. 

Grafik 1
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Das wirtschaftliche Umfeld der Banken in der Schweiz ist weiterhin mit grossen Herausforderungen verbunden: Die anhaltende Negativzinsphase, Restriktionen beim Marktzugang sowie der mit der COVID-19-Pandemie verbundene Wirtschaftseinbruch prägen die Rahmenbedingungen für die Institute. Die Schweizer Banken haben ihre Kapital- und Liquiditätspuffer in den letzten Jahren deutlich ausgebaut und sind gut gewappnet, in diesem unsicheren Umfeld zu bestehen.

Geschäftserfolg

Im Jahr 2019 haben 216 der insgesamt 246 Banken in der Schweiz einen Jahresgewinn erzielt. Der aggregierte Geschäftserfolg der Banken in der Schweiz stieg 2019 gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent auf CHF 66,1 Mrd.

Grafik 2
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Innerhalb der Erfolgsrechnung trug der Erfolg aus dem Zinsgeschäft trotz des Niedrigzinsumfelds mit CHF 23,8 Mrd. (+1,0 %) frankenmässig den grössten Teil zum Geschäftserfolg bei. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie der übrige ordentliche Erfolg sind um CHF 0,4 Mrd. (+1,7 %) und CHF 0,9 Mrd. (+7,8 %) gestiegen. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft war mit CHF 0,8 Mrd. (– 9,4 %) rückläufig.

Grafik 3
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Anmerkung: Der Erfolgsanteil der Grossbanken liegt seit 2010 zwischen 46 und 51 Prozent und ist damit wesentlich höher als die Anteile der verbleibenden Bankengruppen. Um die Entwicklung der verbleibenden Bankengruppen besser aufzeigen zu können, wird die Entwicklung der Anteile der Grossbanken in dieser Abbildung nicht dargestellt.
Quelle: SNB

Bilanzsumme

Die aggregierte Bilanzsumme aller Banken in der Schweiz stieg im Jahr 2019 um 2,9 Prozent von CHF 3’225,0 Mrd. auf CHF 3’317,6 Mrd. Die Kantonalbanken legten gegenüber dem Vorjahr mit CHF 26,4 Mrd. am stärksten zu, gefolgt von den Raiffeisenbanken (+CHF 23,0 Mrd.), den Grossbanken (+CHF 19,9 Mrd.), «Andere Banken» (+CHF 14,0 Mrd.), den Auslandsbanken (+CHF 8,8 Mrd.) sowie den Regionalbanken und Sparkassen (+CHF 6,0 Mrd.). Die Börsenbanken (– CHF 5,0 Mrd.) und Privatbankiers (– CHF 0,5 Mrd.) verzeichneten hingegen einen Rückgang.

Grafik 4
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Quelle: SNB

Kreditgeschäft

Das Kreditgeschäft der Banken ist ein wichtiges Standbein für die wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz. Im Gegensatz zu anderen Ländern war die Schweiz weder in der Finanzkrise noch in der aktuellen COVID-19-Pandemie von einer Kreditklemme betroffen. Das COVID-19-Kreditprogramm hat vor Augen geführt, wie stark Banken zum Wohlstand in der Schweiz beitragen. Zusammen mit Bund und Behörden haben die Banken ein Programm zur Gewährung von Krediten mit Solidarbürgerschaften mit einem Volumen von insgesamt CHF 40 Mrd. entwickelt. Bis Ende Juli wurden über 136’000 COVID-19-Überbrückungskredite im Umfang von rund CHF 16,8 Mrd. vergeben. Gemäss Auskunft des SECO haben 123 Banken am KMU-Kreditprogramm teilgenommen.

Grafik 5

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Das ausstehende inländische Kreditvolumen betrug im Jahr 2019 insgesamt CHF 1’213,8 Mrd. Im Vergleich zum Vorjahr nahm das gesamte inländische Kreditvolumen im Jahr 2019 um 3,3 Prozent zu. Die Hypothekarforderungen stellen kontinuierlich den grössten Anteil am Kreditvolumen dar.

Grafik 6

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Vermögensverwaltung

Die Banken in der Schweiz verwalteten per Ende 2019 insgesamt Vermögen in der Höhe von CHF 7’893,4 Mrd. Gegenüber dem Vorjahr ist das verwaltete Vermögen um CHF 959,8 Mrd. (+13,8 %) gestiegen. Der relative Anteil von ausländischem Kundenvermögen blieb nahezu unverändert bei 47,6 Prozent. Die Schweiz ist Weltmarktführerin im grenzüberschreitenden Wealth Management: Die Schweizer Banken verwalten rund ein Viertel des weltweit grenzüberschreitenden Wealth Management.

Die Schweiz ist Nummer 1

Die Schweizer Banken verwalten rund ein Viertel des weltweit grenzüberschreitenden Wealth Management.

Das verwaltete Vermögen in der Schweiz beträgt

7’893,4 Milliarden Schweizer Franken.

Fast die Hälfte der verwalteten Vermögen

stammen aus dem Ausland.

Gesamtsicht der verwalteten Vermögen und Anlagen

Die Banken in der Schweiz verwalteten per Ende 2019 insgesamt Vermögen in der Höhe von CHF 7’893,4 Mrd. Gegenüber dem Vorjahr ist das verwaltete Vermögen um CHF 959,8 Mrd. (+13,8 %) gestiegen. Diese Zunahme spiegelte sich sowohl in den ausländischen (+13,9 %) als auch den inländischen Kundenvermögen (+13,8 %) wider. 

Der relative Anteil von ausländischem Kundenvermögen blieb nahezu unverändert bei 47,6 Prozent. Die Schweiz ist Weltmarktführerin im grenzüberschreitenden Wealth Management: Knapp ein Viertel des weltweit grenzüberschreitend verwalteten Vermögens liegt in der Schweiz.

Ein Teil der hierzulande gebuchten Vermögen wird mittels Anlage-Lösungen (Kollektive Anlagevehikel und Mandatslösungen) mit Produktionsort Schweiz verwaltet. Das breit definierte Investment Management in der Schweiz ist für die Bewirtschaftung von insgesamt CHF 3,9 Bio. verantwortlich. Der Betrag teilt sich zu CHF 2,5 Bio. auf das Asset Management auf, wozu Kollektivanlagen und Verwaltungsmandate von institutionellen Kunden zählen. Dazu kommen CHF 1,4 Bio. In Verwaltungs- und Beratungsmandaten von nicht-institutionellen Kunden – hauptsächlich Privatkunden – sowie Beratungsmandate von institutionellen Kunden.

Grafik 7

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Hinweis: Grössenverhältnisse indikativ
Quellen: SNB, BCG, IFZ /Asset Management Association Switzerland, SBVg

Beschäftigung bei den Banken in der Schweiz

Im Jahr 2019 beschäftigten die Banken im Inland 89’531 Personen (in Vollzeitäquivalenten). Die Anzahl der Stellen nahm im Vergleich zum Vorjahr um 1’130 Stellen ab (– 1,2 %). Wie bereits in den Vorjahren ist ein Teil des Rückgangs damit zu erklären, dass Stellen in Konzerneinheiten verlagert wurden, die nicht von der Bankenstatistik erfasst werden.

Im Dezember 2019 betrug die Arbeitslosenrate im Schweizer Bankensektor gemäss dem SECO durchschnittlich 2,5 Prozent. Sie entspricht somit der Zahl für die Gesamtwirtschaft von 2,5 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2019 verzeichnete der Bankensektor insgesamt 3’115 registrierte Arbeitslose, was einer Abnahme von 303 Arbeitslosen im Vergleich zum Jahr 2018 entspricht. Angesichts der grossen Herausforderungen, denen sich die Banken gegenübersehen, präsentierte sich der Arbeitsmarkt weiterhin äusserst robust.

Die jährlich von der SBVg durchgeführte Umfrage zur Personalentwicklung bei den Banken zeigt für das erste Halbjahr 2020 eine leichte Zunahme der Beschäftigung in der Schweiz. Die Beschäftigung bei den Banken in der Schweiz erhöhte sich gemäss der Umfrage zwischen Ende 2019 und Juni 2020 von 87’122 auf 87’269 Stellen.

Grafik 8

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Anmerkung: Anzahl Antworten: 143

Hinweis: Der Personalbestand in der Schweiz per Ende 2019 fiel in der Umfrage der SBVg tiefer aus als in der Statistik der SNB angegeben. Der Grund für diese Differenz liegt in der Rücklaufquote der SBVg-Umfrage. Die Umfrage wurde bei 216 Banken in der Schweiz durchgeführt. Die Rücklaufquote der Befragung lag bei zwei Drittel, welche 97,3 Prozent des Personalbestands von Banken in der Schweiz repräsentieren.

Quelle: Umfrage der SBVg (2020)

Für das zweite Halbjahr 2020 erwarten rund drei Viertel der antwortenden Banken eine unveränderte Beschäftigung, was gegenüber der Vorjahresumfrage einer deutlichen Zunahme von rund 15 Prozentpunkten entspricht. Dagegen hat sich die Erwartung einer steigenden Beschäftigung gegenüber der Vorjahresumfrage deutlich reduziert. Lediglich noch 12,7 Prozent (Vorjahr: 25,7 %) der Umfrageteilnehmer erwarten einen höheren Personalbestand.

Grafik 9

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Im ersten Halbjahr 2020 hat sich die Arbeitslosenrate im Bankensektor gemäss der monatlichen Statistik des SECO gegenüber Dezember 2019 deutlich erhöht. Nach 2,5 Prozent per Ende Dezember 2019 lag die Arbeitslosenquote des Bankensektors im Juni 2020 mit 3,2 Prozent gleich hoch wie die gesamtschweizerische Arbeitslosenquote.

Entwicklung in ausgewählten Geschäftsfeldern

Verschiedene Geschäftsfelder mit einer individuellen Entwicklung bilden die Pfeiler des Swiss Banking. Nebst dem Retail und Corporate Banking sind dies das Investment Management und das Wealth Management. > Mehr

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