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Elektronische Identität (E-ID)

Elektronische Identität (E-ID)

Durch die fortschreitende technologische Entwicklung verlagern sich Geschäftsprozesse immer mehr in die digitale Welt. Die Abwicklung elektronischer Transaktionen erfordert aber Vertrauen in die Identität und Authentizität des Gegenübers. Die elektronische Identität (E-ID) ermöglicht eine eindeutige und sichere Identifizierung im Internet. Sie bildet damit die Basis für die Digitalisierung der Gesellschaft.

Die E-ID als Grundlage für digitale Geschäftsprozesse

Die staatlich anerkannte elektronische Identität (E-ID) ermöglicht den Nutzerinnen und Nutzern eine eindeutige, sichere und benutzerfreundliche Identifizierung im Internet. Sie kann in unterschiedlichen Fällen zur Anwendung kommen. So können beispielsweise mit Hilfe der E-ID ausgewählte Attribute (z.B. Namen, Adresse) geteilt, qualifizierte elektronische Signaturen durchgeführt oder Zahlungsaufträge freigegeben werden. Davon werden sowohl Konsumenten als auch Anbieter von Online-Diensten gleichermassen profitieren. Ferner soll die E-ID auch im Verkehr mit den Behörden zur Anwendung kommen, z.B. beim Login ins Gemeindeportal (E-Government).

Die elektronische Identität als Kooperationsprojekt zwischen Staat und Privatwirtschaft

Der Aufbau der E-ID erfolgt in Kooperation zwischen Staat und Privatwirtschaft. Geeignete private Anbieter werden vom Bund zur Ausstellung von E-IDs und zum Betrieb von E-ID-Systemen ermächtigt. Diese müssen untereinander interoperabel sein respektive miteinander agieren können. Der Bund will seinerseits via elektronische Schnittstelle die staatlich geführten Personenidentifizierungsdaten zur Verfügung stellen. Er wird zu diesem Zweck die Schweizerische Stelle für elektronische Identität schaffen und diese dem EJPD angliedern. Eine beim EFD angesiedelte Anerkennungsstelle für Identitätsdienstleister wird darüber hinaus die Einhaltung der vorgegebenen Prozesse und technischen Standards kontrollieren und überwachen. Der Bund wahrt damit seine Kernaufgabe im Bereich der Prüfung und Bestätigung von Identitäten. Da die Digitalisierung nicht an nationalen Grenzen Halt macht, ist eine Orientierung des E-ID-Gesetzes an internationalen Standards zwingend. Die Interoperabilität mit ausländischen Lösungen (insbesondere mit jenen der EU-Mitgliedstaaten) ist zu gewährleisten.

Die Position der Schweizerischen Bankiervereinigung

Die Einbindung der Privatwirtschaft ist für den Erfolg der E-ID essenziell. Unternehmen verfügen über das technologische Know-how und die erforderliche Kundennähe, um eine rasche und flächendeckende Verbreitung der E-ID sicherstellen zu können. Besondere Bedeutung wird dabei den Schweizer Banken zukommen, in deren «Mobile Banking»-Systemen sich täglich Millionen von Bankkunden sicher und benutzerfreundlich identifizieren. Vor diesem Hintergrund begrüsst die SBVg das Engagement der Privatwirtschaft, partnerschaftlich und über Branchen hinweg eine interoperable digitale Identität entwickeln zu wollen. Schliesslich ist zu begrüssen, dass Informationen, welche über die staatlich geführten Personenidentifizierungsdaten hinausgehen, Teil einer E-ID sein können. In diesem Zusammenhang gilt es sicherzustellen, dass sämtliche verwendeten Daten vernünftigen Vertraulichkeitsregeln unterstehen. Die SBVg fordert deshalb, dass genannte Identitätsattribute nur mit Einverständnis der jeweiligen Person einem E-ID-verwendenden Dienst übermittelt werden dürfen.