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Das Online-Magazin der Schweizerischen Bankiervereinigung
10. Dezember 2020

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Liebe Leserinnen und Leser

Liebe Leserinnen und Leser

2020 wird als ein Jahr in Erinnerung bleiben, das uns viele Herausforderungen beschert hat – insbesondere durch die COVID-19-Pandemie. Die Banken haben bei der Stabilisierung und Unterstützung der Schweizer Wirtschaft eine wichtige Rolle gespielt. Über 120 Banken jeglicher Grösse und aus allen Landesregionen haben gemeinsam am KMU-Kreditprogramm teilgenommen.
Jörg Gasser
von Jörg Gasser, CEO

Die Bankiervereinigung hat für die Branche das Programm koordiniert und fortlaufend mit den Behörden und der Politik anstehende Umsetzungsfragen geklärt. Dies zeigt eindrücklich: Gemeinsam erzielen wir Resultate und Verbesserungen.

In den vergangenen Jahren haben wir es immer wieder erfolgreich geschafft, gemeinsam mit allen Bankengruppen Kompromisse zu erzielen und so mit einer Stimme zu sprechen. Gerade auch bei Dossiers, die für die inlandorientierten Banken besonders wichtig sind, konnten wesentliche Erfolge und Fortschritte erzielt werden, wie beispielsweise das Kleinbankenregime, das nun seit einem Jahr in Kraft ist.

Auch das kommende Jahr wird anspruchsvoll werden und für die Arbeit der SBVg stellen sich Weichen: Raiffeisen Schweiz hat sich bedauerlicherweise entschieden, die Bankiervereinigung per Ende März 2021 zu verlassen. Ich bin nach wie vor überzeugt, dass wir gemeinsam für unseren Finanzplatz mehr erreichen können. Wir als SBVg halten deshalb die Türen für Raiffeisen weiterhin offen. Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorne und wir stellen uns auch in Zukunft in den Dienst unserer Mitglieder.

Grundauftrag unserer Arbeit ist es, dass wir uns für das Wohl des Schweizer Bankenplatzes einsetzen. Gemeinsam mit den Versicherungen sind die Banken eine tragende Säule der Schweizer Volkswirtschaft. Die neueste Studie von BAK Economics zeigt, dass unter Einbezug aller direkten und indirekten Effekte der Schweizer Finanzsektor im Jahr 2019 eine Bruttowertschöpfung von CHF 88.1 Mrd. erbrachte. Dies entspricht 12.5% bzw. einem Achtel der Gesamtwirtschaft, wie Sie im Artikel über die Studie lesen können.

Ein ebenfalls wichtiges aber nicht unumstrittenes Thema ist die Frage des Marktzugangs. Nach der deutlichen Ablehnung der Kündigungsinitiative sind die richtigen Signale nach Brüssel nötig, damit die Gespräche zum Rahmenabkommen weitergeführt werden. Auch innenpolitisch muss Überzeugungsarbeit geleistet werden, wie in unserem Beitrag zum Thema Marktzugang zu lesen ist.

Das im September verabschiedete Datenschutzgesetz war ebenfalls Gegenstand vieler politischer Diskussionen. Das Gesetz führt gesamthaft gesehen zu einer Annäherung an den europäischen Standard, wobei Schweizer Eigenheiten bewahrt wurden, wie Sie hier lesen können.

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