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10. Dezember 2020

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BLKB: Die zukunftsorientierte Bank der Schweiz

BLKB: Die zukunftsorientierte Bank der Schweiz

Marilen Dürr, Leiterin Nachhaltigkeit bei der BLKB, erklärt, wie sich ihre Bank konsequent mit der Verankerung der Nachhaltigkeit in all ihren Geschäftstätigkeiten auseinandersetzt. Die BLKB will als gutes Beispiel vorausgehen und andere auf dem Weg zu einem nachhaltigen Wirtschaftsstandort Schweiz unterstützen.

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Marilen Dürr, Leiterin Nachhaltigkeit BLKB
Ob im Parlament, in den Medien oder auf der Strasse: Nachhaltigkeit - insbesondere der Klimawandel - hat enorm an Bedeutung gewonnen. Wo steht die BLKB bei diesem Thema?

Das stimmt. Das Thema Nachhaltigkeit hat 2020 enorm an Bedeutung gewonnen. Wir engagieren uns jedoch schon viel länger auf dem Gebiet und können inzwischen breite Wirkung erzeugen. Für die BLKB steht fest, dass der Klimawandel und seine negativen Auswirkungen Realität sind. Auch wir selber und alle unsere Anspruchsgruppen sind mit den Auswirkungen konfrontiert. Wir sind davon überzeugt, dass der Mensch einen massgeblichen Einfluss auf die Klimaveränderungen hat und sehen uns deshalb in der Pflicht, Aktivitäten für den Klimaschutz voranzutreiben und zu unterstützen.

«Als die zukunftsorientierte Bank der Schweiz übernehmen wir Verantwortung für die Menschen, die uns vertrauen, für die Gesellschaft, in welcher wir leben und für die Umwelt, welche uns das Leben ermöglicht.» Diese Kernaussage unseres Unternehmensleitbildes verdeutlicht ganz grundsätzlich, dass die systematische Verankerung der Nachhaltigkeit in unserer Geschäftspolitik, in unserer sozialen Verantwortung als Arbeitgeberin sowie in all unseren Produkten und Dienstleistungen für unsere Kundinnen und Kunden für uns eine notwendige Folgerung aus unserer Verantwortung als Unternehmen ist.

Als Leiterin Nachhaltigkeit prägen Sie die Prozesse der Bank massgeblich mit. Worauf sind Sie besonders stolz? 

Auf unsere kontinuierliche Weiterentwicklung und konsequente Auseinandersetzung mit dem Thema. Wenn ich zurückschaue, wo wir noch vor ein paar Jahren standen und ich uns heute anschaue, dann macht es mich extrem stolz. Die Verankerung der Nachhaltigkeit geht einmal quer durch die gesamte Bank und bedeutet Teamwork. Und als Team wollen wir uns weiter für eine nachhaltige Zukunft für alle einsetzen. Dies erfordert viel Engagement von allen.

Es freut mich darum sehr, dass unser ganzheitlicher Nachhaltigkeitsansatz auch extern positive Beachtung findet und wir zum Beispiel diesen Sommer mit dem «Best Regional Sustainability Bank Switzerland»-Award des Finanzmagazins «Capital Finance International» ausgezeichnet wurden.

Erfreut bin ich auch über die Resultate der PACTA-Studie, die vom BAFU lanciert wurde: Wir haben eine sehr tiefe Aktien- und noch tiefere Obligationen-Exposition zu kohlenstoffintensiven Branchen, v.a. aufgrund unserer ESG-Ausschlusskriterien (u.a. keine Öl- und Kohlefirmen, keine Airlines etc.). Dies verdeutlicht also, dass die bereits seit Jahren eingeführten Ausschlusskriterien der BLKB im Anlagebereich Wirkung zeigen.

«Wir haben eine sehr tiefe Aktien- und noch tiefere Obligationen-Exposition zu kohlenstoffintensiven Branchen, v.a. aufgrund unserer ESG-Ausschlusskriterien»

Und ganz aktuell bin ich besonders stolz auf unser neues Nachhaltigkeitsmagazin «hüt&morn». Das Magazin soll zum Denken anregen, Impulse geben und einen konstruktiven Diskurs ankurbeln. Es ist als hochwertige Printpublikation (natürlich auf Umweltschutzpapier) konzipiert und stellt bewusst einen Gegenpol zur aktuell durch Corona besonders hohen Online-Präsenz der Leserinnen und Leser dar. Es kann über blkb.ch/zukunftsorientierung bestellt werden.

Welches sind Ihre nächsten Ziele? Was wollen Sie mit und neben Ihrer Aktivität bei der Bank noch erreichen?

Ich engagiere mich neben den Bank-Aktivitäten in der Vermittlung der Thematik und doziere dazu als externe Dozentin an Hochschulen. Zudem lege ich grossen Wert auf die Vernetzung von Ideen und Menschen, sodass zukunftsfähige Lösungen entstehen und wachsen können. Darum engagiere ich mich bei INNOVATION BASEL, Smart Regio Basel und womenmatters. So gebe ich mein Wissen rund ums Innovations- und Nachhaltigkeitsmanagement weiter. Denn nur gemeinsam können wir uns der komplexen Thematik stellen. womenmatters liegt mir dabei besonders am Herzen und soll zeigen, dass zum Beispiel das Thema Diversity auch Teil von einem umfassenden Nachhaltigkeits-Management ist und es eben nicht nur um ökologische Themen geht.

Wie müssen sich Banken Ihrer Meinung nach verhalten, damit unser Finanzplatz führend im Bereich Sustainable Finance werden kann?

Banken müssen sich ernsthaft mit der Thematik auseinandersetzen. Innerhalb der Organisation – aber auch mit der Öffentlichkeit. Wir bei der BLKB möchten den Dialog aktiv fördern. Wir gestalten mit und nehmen als Bank eine Vorbildfunktion in der Schweiz und in der Branche ein.

Es gibt nicht immer ein klares «Richtig» und «Falsch». Es ist ein Abwägen sozialer, ökologischer und ökonomischer Aspekte und das kann manchmal sehr schwer sein: Die Flüge der Rega sind aus ökologischer Sicht nicht gut, aber für Gesundheit und Sicherheit enorm wichtig. Sollten wir nun aus Klimasicht auf die Finanzierung verzichten? Ich denke nicht. Wichtig ist, dass die Auseinandersetzung mit dem Thema stattfindet und sich die Banken ernsthaft überlegen, welchen Beitrag sie in allen Bereichen leisten können. Auch wenn wir heute noch nicht alle Lösungen kennen, müssen wir mutig in die Zukunft gehen und auch Neues ausprobieren. Nur so können wir unsere Verantwortung wahrnehmen.