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13. Dezember 2019

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«Innovation kommt, wenn es weh tut»

«Innovation kommt, wenn es weh tut»

Am diesjährigen NZZ SIFF diskutierten hochrangige Vertreter der Schweizer Inlandbanken, wie sie dem Wandel im Hypothekengeschäft begegnen und wie das Geschäft in Zukunft aussehen könnte.

Das Hypothekengeschäft der Schweizer Banken verbindet als Dreh- und Angelpunkt zahlreiche Dienstleistungen und Angebote für Firmen- und Privatkunden und ist eng verzahnt mit dem Wandel am Schweizer Bankenplatz. John Häfelfinger, CEO der BLKB, Fredy Hasenmaile, Leiter Real Estate Economics von Credit Suisse, Martin Neff, Chefökonom von Raiffeisen und David Sarasin, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Bank Linth diskutierten unter der Moderation von NZZ-Wirtschaftsredaktorin Andrea Martel.

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Martin Neff, Raiffeisen
«Für die Renditeliegenschaften kann man sagen: Blase ja, Spekulation nein. Eine sanfte Landung ist in Sicht, sie wird aber lange dauern. Die Selbstregulierung ist ein Mittel, das bei der Regulierung Schlimmeres verhindert hat.» Martin Neff, Raiffeisen

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Fredy Hasenmaile, CS

«Anbieter mit neuen Geschäftsmodellen oder Versicherer brauchen keine Fristentransformation und können dadurch günstiger offerieren, unter anderem auch weil sie schwächer reguliert sind.» Fredy Hasenmaile, CS 

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John Häfelfinger, BLKB
«Für die grösste Investition in ihrem Leben wollen die Kundinnen und Kunden mehr als den billigsten Preis. Mit einer umfassenden Beratung und flankierenden Angeboten können wir ihnen das bieten und generieren Zusatzerträge.» John Häfelfinger, BLKB

«Wir wollen unsere Kunden als Partner in allen finanziellen Lebenslagen begleiten und dabei nicht nur unsere eigenen Produkte empfehlen. Wer eine Kreditkarte anderswo billiger bekommt, soll sie nehmen. Wir müssen nicht alles selber anbieten.» David Sarasin, Bank Linth

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David Sarasin, Bank Linth

«Wir dürfen dabei aber nicht zum Gemischtwarenladen verkommen.» Martin Neff, Raiffeisen

«Wenn alle Banken alles selber machen, anstatt auf gemeinsame Plattformen zu setzen, kommen neue Anbieter und machen das billiger.» Fredy Hasenmaile, CS

«Beim Anlegen bezahlen die Kunden für die Beratung, nicht aber bei einer Hypothek oder einem Kredit. Die Einnahmen müssen vermehrt über die Beratung kommen – und zwar bei allen Bankgeschäften, nicht über den Produkteverkauf. Dazu bilden wir die Bankberaterinnen und -berater aus und weiter.» John Häfelfinger, BLKB

«In diesen Zeiten sinkender Margen müssen wir neue Ansätze und Ertragsquellen finden: Innovation kommt dann, wenn es schmerzt.» David Sarasin, Bank Linth

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