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12. Dezember 2018

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Nachhaltige Anlagen im Fokus der Asset Management Plattform

Nachhaltige Anlagen im Fokus der Asset Management Plattform

Am diesjährigen NZZ Swiss International Finance Forum, welches Ende Oktober 2018 in Zürich stattfand, kam die zunehmende Bedeutung des Asset Managements für den Schweizer Finanzplatz spürbar zum Ausdruck. Dabei stand das Thema Nachhaltige Anlagen (ESG) im Fokus. Die Schweiz ist in einer guten Ausgangslage, um im Bereich ESG eine führende Rolle einzunehmen.

Ende Oktober trafen sich erneut Entscheidungsträger aus Finanzindustrie, Wirtschaft, Behörden, Institutionen und Politik zum jährlichen NZZ Swiss International Finance Forum (SIFF). Der Anlass bot eine attraktive Plattform, auf welcher sich die Asset Management Branche einem hochkarätigen Publikum präsentieren konnte: Die Asset Management Plattform Schweiz als Patronatspartnerin des SIFF sowie diverse Entscheidungsträger von grossen Asset Management Gesellschaften haben der Branche eine starke, positive Präsenz verliehen.

Nachhaltige Anlagen im Zentrum

An der diesjährigen Veranstaltung stand die zentrale Rolle des Asset Managements im Bereich nachhaltiger Anlagen im Zentrum. Im Hauptpanel zum Thema „Sustainable Finance“ waren sich die Panelteilnehmer einig, dass nachhaltige Anlagen keine Modeerscheinung sind, sondern sich in Zukunft als Standard in der Asset Management Industrie durchsetzen werden. Sabine Döbeli, CEO von Swiss Sustainable Finance, wies auf die ausserordentlich hohen Wachstumsraten in diesem Bereich in der Schweiz hin. Gemäss Jörg Gasser, Staatssekretär für internationale Finanzfragen beim Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD), steht das Thema auch beim EFD weit oben auf der Agenda. Staatliche Eingriffe seien jedoch zum heutigen Zeitpunkt der falsche Weg. Standards müssten durch die Industrie und nicht vom Staat gesetzt werden.  

Investment Stewardship mit grossem Potential

Am Nachmittag stand das von der Asset Management Plattform organisierte Panel zum Thema “Asset Management – a driver for change” im nahegelegenen Tesla Shop auf dem Programm. Dabei diskutierten hochkarätige Entscheidungsträger von Asset Management Instituten über den gesellschaftlichen Nutzen, welcher Asset Management in der Altersvorsorge, bei der Ausübung ihrer Stimmrechte (Investment Stewardship) und beim Investieren des ihnen anvertrauten Kapitals in ökologisch und sozial nachhaltige Firmen stiften können. Man war sich einig, dass insbesondere im Bereich Investment Stewardship – also im Dialog der Asset Manager mit den Unternehmen, in welche sie investiert sind – noch grosses Potential liegt. Zudem solle die Schweiz im Bereich ESG eine noch aktivere Rolle einnehmen, beispielsweise bei der Ausarbeitung einer entsprechenden Taxonomie.

Governance Correctness als Hemmschuh?

Mit Steffen Meister, Verwaltungsratspräsident der Partners Group, war das Asset Management schliesslich auch im abschliessenden Chairmen-Panel vertreten. Dabei stellte er die die Frage in den Raum, ob die sogenannte „Governance Correctness“, also die zu starke Orientierung börsenkotierter Unternehmen an Governance-Themen und damit verbunden die Vernachlässigung der unternehmerischen Ziele, nicht kontraproduktiv sei. Anstatt sich mechanisch auf Best Practice Governance zu konzentrieren, könnte der Asset Management Platz Schweiz eine Vorreiterrolle spielen für einen "unternehmerisch nachhaltigen Anlageansatz".