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14. Dezember 2016

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Steuerreform: Kompromiss bewahrt Standortattraktivität

Steuerreform: Kompromiss bewahrt Standortattraktivität

Will die Schweiz im internationalen Standortwettbewerb um Unternehmen erfolgreich bleiben, muss sie jetzt investieren. Die Unternehmenssteuerreform III, über die das Schweizer Stimmvolk am 12. Februar abstimmt, ist der nächste wichtige Schritt.

Der internationale Wettbewerb um Kapital, Arbeitskräfte und Unternehmen ist gnadenlos. Mit harten Bandagen kämpfen Länder um Steuergelder und Arbeitsplätze. Die jüngste Runde geht an die britische Premierministerin Theresa May mit ihrer Ankündigung, die Unternehmenssteuern auf den niedrigsten Stand der G20 senken zu wollen. Damit will sie der wirtschaftlichen Unsicherheit nach dem Brexit entgegenwirken.

Für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort

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Die Schweiz hat sich über die letzten Jahrzehnte unter anderem durch ihre Rahmenbedingungen eine hohe Attraktivität erarbeitet. Dazu gehörte auch eine pragmatische, auf Unternehmen abgestimmte Besteuerung in den Kantonen. Die bisherigen Sonderregeln sind international jedoch nicht länger akzeptiert. Die Kantone sind somit gezwungen, ihre Steuersysteme anzupassen. Nichtstun ist keine Option. Sie benötigen nun Instrumente und finanzielle Mittel, um die Systemänderung abzufedern. Die Lösungen dafür beinhaltet die Steuerreform, über die das Schweizer Stimmvolk am 12. Februar 2017 abstimmen wird. Zwar schafft die Reform die Steuerprivilegien ab, um den internationalen Standards nachzukommen, will aber durch neue Anreize dafür sorgen, dass die betroffenen Firmen nicht ins Ausland abwandern. Es ist Zeit, dass die Schweiz in die Offensive geht und eine Investition für die nächsten Jahrzehnte tätigt. Die Steuerreform ist der Schlüssel für Attraktivität und den zukünftigen Erfolg des Wirtschaftsstandorts.

Auch die Banken sind betroffen

Das Parlament hat mit dieser Vorlage einen breit getragenen Kompromiss ausgearbeitet. Hinter der Steuerreform steht eine Allianz aus SVP, FDP, CVP, glp und BDP. Economiesuisse, der Gewerbeverband, interpharma, SwissHoldings, Swissmem, scienceindustries und die Konferenz der kantonalen Finanzdirektoren setzen sich ebenfalls für ein Ja ein. Ein Ja sichert alleine bei den international tätigen Unternehmen über 150’000 Arbeitsplätze. Diese Unternehmen sind zudem wichtige Auftraggeber von Zulieferern aus dem Gewerbe. Gerade die Schweiz, die vom erfolgreichen Zusammenspiel von KMU und Grossunternehmen geprägt wird, ist auf einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort angewiesen.

Von dieser Wettbewerbsfähigkeit hängen auch die Banken ab, weshalb der Verwaltungsrat der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) einstimmig die Ja-Parole beschlossen hat.

Interview Urs Kapalle, Leiter Tax Strategy der SBVg, zur Steuerreform

 

Die Emissionsabgabe sollte eigentlich im Rahmen der USR III abgeschafft werden, wurde aber zur Sicherung der Gesamtvorlage zurückgestellt. Dies ist sicherlich ein Wermutstropfen, jedoch kein Grund, die Vorlage abzulehnen. Die SBVg wird sich zusammen mit economiesuisse weiterhin für dieses langjährige Anliegen des Finanzplatzes einsetzen.

Am 12. Februar braucht es ein Ja zur notwendigen Investition in unseren Wirtschaftsstandort. Informieren Sie sich auf der Webseite und folgen Sie der Kampagne auf Facebook oder Twitter.