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Das Online-Magazin der Schweizerischen Bankiervereinigung
2016/12/14 01:00:00 GMT+1

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Lehrstellensuche: Branche Bank am beliebtesten

Lehrstellensuche: Branche Bank am beliebtesten

Allen Unkenrufen zum Trotz: Der Beruf Banker/in hat bei Jugendlichen auf Lehrstellensuche im vergangenen Jahr an Attraktivität zugelegt. Und die Banklernenden sind höchst zufrieden mit ihrer Berufswahl.

Wie denken Jugendliche eigentlich über den Berufseinstieg in die Bankenwelt? Wie schätzen die potenziellen Nachwuchsbanker die Attraktivität der Banken als Arbeitgeber ein? Wie informieren sich Jugendliche bei ihrer Berufswahl? Und inwiefern nimmt ihr Umfeld dabei Einfluss?

Jugendliche wollen Banker/in werden

Im August und September 2016 hat das Lehrstellenportal Gateway im Auftrag der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) zu diesen und weiteren Fragen zum zweiten Mal nach 2015 eine Umfrage bei Schülerinnen und Schülern der obligatorischen Schule durchgeführt (Vorjahr nur Deutschschweiz, 2016 inkl. Romandie). Diese vorwiegend zwischen 13- und 16-Jährigen befanden sich zum Zeitpunkt der Umfrage im Berufswahlprozess. 1‘898 Deutschschweizer und 287 französischsprachige Jugendliche haben an der Umfrage teilgenommen. Die wichtigsten Erkenntnisse sind:

  • Unter den 21 kaufmännischen Branchen ist die Bankbranche in der Deutschschweiz wie bereits 2015 mit Abstand die beliebteste. In der Romandie teilen sich die Branchen Bank und Handel 2016 die Spitze.
  • Die Attraktivität des Berufes Banker/in hat gegenüber dem Vorjahr um über fünf Prozentpunkte zugelegt. 55,2 Prozent der Befragten halten den Bankberuf für attraktiv bis sehr attraktiv (Vorjahr: 49,72%).
  • 46,3 Prozent der Befragten schätzen eine Banklehre unter den kaufmännischen Branchen als die attraktivste Ausbildung ein. Die zweitplatzierte Branche folgt mit 25,6 Prozent.
  • Eltern sind mit Abstand die wichtigsten Beeinflusser der Jugendlichen in ihrer Berufswahl.
  • Schnupper- und Infotage sind der wichtigste Infokanal für Jugendliche bei der Lehrstellenwahl.

Attraktivität_Banken.png

Banken haben die zufriedensten Lernenden

Die Banklehre steht unter den kaufmännischen Berufsbildungen also mit Abstand an der Spitze der Beliebtheit. Zusammen mit der gestiegenen Attraktivität des Bankberufs sind das gute Neuigkeiten. Dass die Bankenbranche gemäss dem „Lernendenbarometer 2016“ des Lehrstellenportals yousty.ch nach 2015 auch 2016 die zufriedensten Lernenden beschäftigt, untermauert dieses Bild.

Zufriedenste Lernende.png
Zufriedenheitsfaktoren - Die Bewertungsskala reicht von 1 (tiefste) bis 10 (höchste)

Schönzureden gibt es aber nichts: Die Bankbranche ist einige Jahre nach der Finanzkrise mit den Herausforderungen der Digitalisierung konfrontiert und damit erneut in einer Umbruchphase. Gut möglich, dass mittel- bis langfristig im Zuge von Rationalisierungsmassnahmen auch Ausbildungsplätze verschwinden – oder aber durch andere ersetzt werden. Verschwinden automatisierbare Tätigkeiten, können jedoch neue interessante Berufsfelder bei der Bank entstehen, für die Fach-, Sozial- und Selbstkompetenzen, Vernetzungsfähigkeiten, geschickter Umgang mit neuen Technologien und fortwährende Weiterbildung (weiterhin) gefragt sein werden. Dass aktuelle Veränderungen Bankmitarbeitende verunsichern, ist nachvollziehbar. Ein Stück Sicherheit kann da bieten, sich weiterzubilden und bestrebt zu sein, sich die morgen gefragten Kompetenzen anzueignen beziehungsweise die bestehenden zu vertiefen und sich so für einen spannenden Beruf in der Bank- und Finanzwirtschaft zu empfehlen.