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Das Online-Magazin der Schweizerischen Bankiervereinigung
24. September 2015

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Reformen für einen zukunftsfähigen Bankenplatz jetzt umsetzen

Reformen für einen zukunftsfähigen Bankenplatz jetzt umsetzen

Die Banken haben ihren Fahrplan für einen zukunftsfähigen Bankensektor formuliert. Im Hinblick auf die Wahlen im Herbst 2015 und vor dem Hintergrund der zahlreichen Reformprojekte, die mit den Empfehlungen der Expertengruppe Brunetti angestossen worden sind, ist nun nachzulesen, wo Verbesserungen erreicht werden müssen.

Die Publikation der Agenda für einen wettbewerbsfähigen, leistungsstarken und vielfältigen Bankensektor ist die Antwort der Schweizer Banken auf die Empfehlungen der Expertengruppe Brunetti. Sie zeigt anhand von vier Stossrichtungen, welche Massnahmen der Bankensektor braucht, um weiterhin wettbewerbsfähig, leistungsstark und vielfältig zu bleiben. Dass der Bankensektor für die Wirtschaft, Gesellschaft und das Wohl der Schweiz absolut zentral ist, belegen die Zahlen:

  • Die Banken sind eine der wichtigsten Branchen der Schweiz, sie erwirtschaften mit 6% der Wertschöpfung (CHF 35 Mrd.).

  • Der Bankensektor bietet in der Schweiz 165‘000 Menschen einen gut bezahlten Arbeitsplatz.
  • Die Banken bilden mehr als 3600 KV-Lernende aus. Das sind 8,4% aller KV-Lehrstellen.

  • Mehr als 8% aller Steuern in der Schweiz stammen aus dem Bankensektor.

Mission der Schweizer Banken

Die Banken wollen auch in Zukunft ein bedeutendes und global führendes Vermögensverwaltungszentrum bleiben und im internationalen Wettbewerb zu den stärksten Finanzzentren zählen. Ebenso wollen sie aus Gründen der Krisenresistenz und der kostengünstigen Versorgung von Kunden einen vielfältigen Bankensektor im Inland. Damit dies angesichts der sehr zahlreichen Herausforderungen (z. B. Regulierungsflut, Marktabschottungstendenzen, Digitalisierung) weiterhin möglich bleibt, braucht es ein Bündel gezielter Massnahmen, welche Politik, Behörden und Branchen gemeinsam umsetzen müssen.

Massnahmen für die Zukunft

Zunächst sind die Banken selbst angehalten, ihre hohen Standards bezüglich der Qualität von Dienstleistungen und Produkten, ihre Reputation und Innovationsfähigkeit zu fördern.

Zweitens sind die Banken auf liberale und wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen angewiesen. Dazu zählen ein attraktives steuerliches Umfeld ebenso wie eine wettbewerbsfähige und effektive Regulierung und Aufsicht, damit der Finanzplatz Schweiz über gleich lange Spiesse wie die ausländischen Konkurrenzplätze verfügt.

Von Bedeutung ist drittens ein partizipatorischer Regulierungsprozess, der zu einer bedarfsgerechten und effizienten Regulierung führt. Dazu braucht es verbindliche gesetzliche Grundlagen und eine unabhängige Prüfstelle für Finanzmarktregulierung.

Um die Exportfähigkeit der Finanzdienstleistungen ins Ausland zu erhalten und um künftiges Wachstum zu sichern, braucht es viertens einen diskriminierungsfreien Zugang zu den wichtigen Exportmärkten zu EU/EWR-Märkten sowie zu Wachstumsmärkten ausserhalb Europas.