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29. März 2017

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Banken und Wirtschaft: Einigkeit statt Gegensatz

Banken und Wirtschaft: Einigkeit statt Gegensatz

Was ist dran am Gegensatz zwischen Banken und Wirtschaft?

Immer wieder wird in der Politik suggeriert, dass es einen grundsätzlichen Konflikt gäbe zwischen „Wirtschaft“ einerseits und „Banken“ anderseits. So, als ob die Banken nicht Teil der Wirtschaft wären. Dies ist eine herbeigeredete, künstliche Konfliktlinie, die offensichtlich nicht den realen Gegebenheiten entspricht. Die Fakten sind ganz andere. Zwischen den produzierenden und den Dienstleistungsunternehmen einerseits und den Finanzunternehmen anderseits besteht eine völlig natürliche enge Bindung. Seit bald 20 Jahren ist es in der Schweiz nie mehr zu einem Finanzierungsengpass gekommen, nicht einmal während der Finanzkrise, als es für KMU in einigen anderen Ländern schwierig war, ausreichend Geld zu bekommen.

Wandel in der Industrie, Wandel auf dem Finanzplatz

Nach anspruchsvollen Jahren bewegen sich die Banken heute in einem turbulenten, diesmal technologisch geprägten Strukturwandel – vorwärts in eine industrielle Zukunft. Industrialisierung bedeutet genau gleich wie in der produzierenden Wirtschaft: Abläufe, ja ganze Unternehmen werden durchrationalisiert. Leistungen, die bisher im Hause erstellt wurden, können neu auf dem Markt eingekauft werden, wodurch die Wertschöpfungskette dauernder Anpassung unterliegt. Das bedeutet genau wie bei KMU und Grossunternehmen der produzierenden Wirtschaft, dass sich Finanzunternehmen auf ihre spezifischen Fähigkeiten konzentrieren können.

Die Schweiz erwirtschaftet jeden zweiten Franken im Ausland.

Die Finanzindustrie braucht Rahmenbedingungen, die es ihr ermöglichen, im In- und Ausland zu wachsen. Finanzunternehmen wollen gut reguliert sein. Gut heisst eine Regulierung, die bei den Kunden Vertrauen schafft, international angemessen ist, gezielt wirkt und keine unnötige Bürokratie verursacht. Der Zweck: Wachstum. Und zwar im In- und Auslandsgeschäft. Im Unterschied zur produzierenden Wirtschaft sind ausländische Märkte für Finanzunternehmen mit hohen Barrieren abgeschottet. Gezielte, zweckdienliche Regulierungen, die äquivalent zur ausländischen sind, erleichtern den Marktzugang – genau gleich wie in der Güterwirtschaft. Die Schweiz erwirtschaftet jeden zweiten Franken im Ausland. Dazu wollen Banken und andere Unternehmen der Finanzwirtschaft auch beitragen.

Banken pflegen Dialog mit Realwirtschaft

Die Schweizer Wirtschaft setzt sich zu 99,7 Prozent aus KMU-Firmen mit weniger als 250 Mitarbeitenden zusammen. Damit stellen die 576‘559 KMU über zwei Drittel der Arbeitsplätze in der Schweiz. Diese Diversität macht die Schweizer Wirtschaft zu einer der robustesten der Welt. Diversität ist auch in der Finanzwirtschaft ein Markenzeichen. Die Schweizer Bankenwelt präsentiert sich auch dank unterschiedlicher Unternehmensgrössen vom lokalen Kleininstitut bis zur global tätigen Grossbank als sehr widerstandsfähig. Es ist das Bestreben der Schweizerischen Bankiervereinigung, Rahmenbedingungen zu schaffen, welche diese Vielseitigkeit auch in Zukunft ermöglichen, damit KMU und Banken auch in Zukunft eine gute Partnerschaft im beidseitigen Nutzen pflegen können.