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30. März 2015

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Asset Management Schweiz: erste Resultate

Asset Management Schweiz: erste Resultate

Die Initiative Asset Management Schweiz geht in ihr drittes Jahr. Erste wichtige Meilensteine auf dem Weg zu optimalen Rahmenbedingungen wurden inzwischen erreicht.

Die Initiative Asset Management hat sich im letzten Jahr stark in den Gesetzgebungsprozess für das Finanzdienstleistungsgesetz FIDLEG und das Finanzinstitutsgesetzes FINIG eingebracht. Das FINIG bietet die Gelegenheit, Asset Management als Tätigkeit zu regeln und FIDLEG hilft, Qualitätsstandards im Asset Management zu etablieren.

Für das Schweizer Asset Management von zentraler Bedeutung

Die zwei Vorlagen sind für das Schweizer Asset Management also von zentraler Bedeutung. Denn erst wenn Schweizer Recht in den für das institutionelle Geschäft essentiellen Punkten den Europäischen Richtlinien (Mifid II) entspricht, können Gespräche mit der EU bezüglich Äquivalenz aufgenommen werden. Die Anerkennung von Äquivalenz ist die Voraussetzung dafür, dass Schweizer Asset Manager in Zukunft ihre Produkte und Dienstleistungen ohne Einschränkungen im europäischen Markt anbieten können.

Bereits in der Umsetzungsphase

Ab Herbst diesen Jahres wird das Swiss Finance Institute (SFI) das „International Asset Management Program“ anbieten. Diese international ausgerichtete Weiterbildung hat Führungskräfte global fokussierter Asset Manager im Blick und kann mit einem CAS in Asset Management der Universität Bern abgeschlossen werden. Im Vordergrund der Ausbildung stehen übergeordnete Themen wie Leadership und Management.

Ebenfalls im Herbst wird das SFI zusammen mit dem ZEB, einer deutschen Beratungsgruppe, den ersten „Annual Sentiment Survey on Swiss Asset Management“ durchführen. Diese Umfrage wird Trends im Asset Management sowohl aus Anbieter-, wie auch aus Investorensicht erfassen und in einen internationalen Kontext stellen.

Einen weiteren Schwerpunkt legt die Initiative auf die Erhebung verlässlicher Daten zum Asset Management. Die aktuell verfügbaren Daten fokussieren auf das Fondsgeschäft, greifen aber viel zu kurz, da das ebenso wichtige Mandatsgeschäft bis anhin nicht erfasst wird.

Projekte in der Konzeptphase

Bereits weit fortgeschritten ist das Projekt „Asset Management Park“, eine Plattform, auf welcher in Zukunft erfolgversprechende und innovative Anlagestrategien gefördert werden sollen. Damit können Unternehmertum und Innovation im Asset Management unterstützt werden. Junge Asset Manager können sich dabei ganz auf die Generierung von Performance konzentrieren, indem sie von administrativen und regulatorisch notwendigen Arbeiten entlastet werden. Vorgesehen ist eine Zulassung als Fondsleitung, damit auf dieser Plattform auch Produkte lanciert werden können. Finanziert durch einzelne Vertreter der Industrie wurden eine Machbarkeitsstudie und ein detaillierter Business Case erstellt. Auf dieser Basis werden nun potentielle Geldgeber aus der Industrie angesprochen werden, welche bereit sind, den Park langfristig finanziell zu tragen.

Asset Mangement Park unterstützt Unternehmertum und Innovation.

Weiter entwickelt die Initiative ein Konzept zu einer jährlich in der Schweiz stattfindenden Konferenz mit internationaler Ausrichtung zum Thema Asset Management. Ein solches Gefäss unterstützt das Ziel, „Asset Management made in Switzerland“ international zu positionieren und bekannt zu machen.

Des Weiteren bestehen konkrete Pläne zur Gründung eines Think Tanks. Eine solche Ideenschmiede soll sich mit den zukünftigen Herausforderungen für das Asset Management und institutionellen Anlegern auseinandersetzen, um frühzeitig mögliche Lösungen diskutieren zu können.

Asset Management trägt zum Erfolg des Finanzplatzes bei

Für einen zukunftsträchtigen Finanzplatz Schweiz ist der Erfolg der Initiative Asset Management Schweiz wichtig. Gemäss Expertenschätzungen werden bis ins Jahr 2020 die weltweit verwalteten Vermögen jährlich um bis zu 6 Prozent zunehmen. Eine von der Bankiervereinigung und The Boston Consulting Group publizierte Studie zeigt, dass ein gezielter Ausbau des Geschäftsfelds Asset Management die Volumina kollektiver Anlagen in der Schweiz bis 2018 jährlich um 1,9 Prozent wachsen liesse. Dafür braucht es aber die richtigen Rahmenbedingungen.

Für den Erfolg braucht es die richtigen Rahmenbedingungen.

Es ist noch ein langer Weg zur Realisierung der Vision der Initiative Asset Management Schweiz, die Schweiz zum weltweit führenden Standort für Asset Management zu machen. Doch die Initianten sind zuversichtlich und werden nichts unversucht lassen, um diese Vision langfristig umzusetzen.

Die Initiative Asset Management Schweiz wurde Ende 2012 ins Leben gerufen. Sie setzt sich aus Vertretern der Schweizerischen Bankiervereinigung SBVg, der Swiss Funds and Asset Mangement Association SFAMA, dem schweizerischen Versicherungsverband SVV, dem Schweizerischen Pensionskassenverband ASIP und der Konferenz der Geschäftsführer von Anlagestiftungen KGAST zusammen.

Ziele der Initiative:

  • Verbesserung des regulatorischen Umfelds
  • Exportfähigkeit sichern
  • Schaffung kompetitiver Rahmenbedingungen
  • Ansiedlung neuer Asset Manager in der Schweiz
  • Förderung des Unternehmertums
  • Erhöhung des Anteil der Wertschöpfung bestehender Asset Manager in der Schweiz
  • Stärkung der Reputation des Standortes Schweiz