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Stellungnahme der SBVg zur Unterzeichnung des FATCA-Staatsvertrags

  • Die SBVg begrüsst, dass zwischen der Schweiz und den USA ein Staatsvertrag zur erleichterten Umsetzung von FATCA unterzeichnet werden konnte. Dank des Staatsvertrags reduzieren sich für Schweizer Finanzintermediäre die Komplexität und die Kosten, die aus dem unilateralen US-Gesetz FATCA entstehen.
  • Insbesondere findet kein direkter Austausch von Informationen zwischen nationalen und US-Behörden statt. Stattdessen geben Schweizer Finanzintermediäre Informationen, die US-Kunden betreffen, direkt an US-Behörden weiter. Das ausgehandelte Modell trägt damit den Besonderheiten der Schweiz Rechnung und unterscheidet sich darin vom Modell, das in zahlreichen EU-Ländern zur Anwendung kommt.
  • Folgende Erleichterungen sind besonders wichtig:
    • Finanzintermediäre in der Schweiz erhalten unter anderem Erleichterungen bei der Identifikation von Kunden mit US-Bezug.
    • US-Kunden, die die Weitergabe ihrer Daten verweigern, müssen nicht namentlich den USA gemeldet, oder von der Bankbeziehung ausgeschlossen werden. Die USA können jedoch via Gruppenanfragen Amtshilfe von der Schweiz verlangen.
    • Ausschliesslich lokal und regional tätige Banken, also Institute mit einem Kundenanteil von mehr als 98 Prozent aus der Schweiz und der EU, gelten automatisch als FATCA-compliant.
  • Dennoch sehen die Banken FATCA aufgrund der entstehenden Kosten und des administrativen Aufwands weiterhin kritisch. Würden sie sich allerdings einer Umsetzung von FATCA verweigern, drohten ihnen international Konkurrenznachteile, die ihr Überleben gefährden würden.
  • Die Banken hoffen nun auf eine rasche Ratifizierung, damit sie FATCA zeitgerecht umsetzen können.