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EU-Richtlinie für Alternative Investment Fund Managers (AIFM)

Das europäische Parlament verabschiedete am 11. November die Richtlinie für Alternative Investment Fund Managers (AIFM). Ziel der Richtlinie ist es, einen sicheren und ganzheitlichen aufsichtsrechtlichen und regulatorischen Rahmen für Alternative Investment Funds (AIF) und deren Manager in der EU zu schaffen.

Die EU anerkennt den globalen Charakter der AIF-Industrie und möchte europäischen Investoren den Zugang zu den weltbesten Produkten ermöglichen. Hingegen wurden während den exploratorischen Gesprächen und Verhandlungen innerhalb der Gremien der EU Befürchtungen von der Schweiz und anderen Nicht-EU Mitgliedstaaten laut, ihre Manager und Fonds könnten künftig vom europäischen Markt ausgeschlossen werden. Die Sorge über einen beschränkten Marktzugang wurde von verschiedenen Stellen in der Schweiz, darunter der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg), mehrfach öffentlich und in persönlichen Gesprächen geäussert.

Die SBVg zeigt sich nun erfreut, dass die endgültige Richtlinie die Möglichkeit vorsieht, das Portfolio Management und/oder das Risk Management für in der EU aufgelegte AIFs an einen in der Schweiz niedergelassenen Manager zu delegieren, sofern dieser von der FINMA beaufsichtigt wird.

Weiter begrüsst die SBVg die geplante stufenweise Einführung des „Drittstaaten-Passes“. Dieser wird Managern von AlF ausserhalb der EU ermöglichen, ihre Produkte und Dienstleistungen im europäischen Markt unter einer einheitlichen Bewilligungspraxis anzubieten, sofern sie mit der EU vergleichbare Transparenz- und Regulierungsstandards einhalten. Während über das Prinzip Klarheit besteht, gibt es noch Klärungsbedarf mit der EU hinsichtlich Geschwindigkeit und Inhalt der Umsetzung.