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Die Schweiz – ein starker Investment Management Hub

Basel, 2018/12/06 08:55:00 GMT+1 Das Investment Management, also die Vermögensverwaltung für institutionelle und private Kunden, hat sich als zentraler Pfeiler und Wettbewerbsvorteil des Schweizer Finanzplatzes etabliert. Im Jahr 2017 wurden im Investment Management hierzulande Vermögen von insgesamt CHF 3,4 Billionen verwaltet, rund ein Drittel davon für ausländische Kunden. Wie eine neue Studie der SBVg in Zusammenarbeit mit BCG aufzeigt, ist der Investment Management Hub Schweiz einzigartig und eine wichtige Exportindustrie des Schweizer Finanzplatzes.

Das globale Investment Management ist ein wachsender Bereich der Finanzindustrie. So auch in der Schweiz mit ihrem starken Wealth und Asset Management Geschäft. Die Stärke der Schweiz im Investment Management ist ein Differenzierungsmerkmal und Wettbewerbsvorteil, von denen in- und ausländische Kunden gleichermassen profitieren. Dies zeigt die neue Studie „Die Schweiz – globaler Investment Management Hub“.

„Dank der engen Verzahnung der Vermögensverwaltung für private und institutionelle Kunden, kombiniert mit Expertise, Erfahrung und Grösse hat sich der der Finanzplatz Schweiz zu einem führenden Zentrum im Investment Management entwickelt. Investment Management ist heute ein zentraler Pfeiler unseres Finanzplatzes“, fasste August Benz, stellvertretender CEO der SBVg, die Resultate der Studie zusammen. Daniel Kessler, Managing Partner BCG Schweiz, ergänzte: „Die Kombination aus strukturierten Prozessen in der Anlageberatung, der Grösse des Vermögenspools, sowie Tradition und Erfahrung in der Vermögensverwaltung hebt die Schweiz klar von anderen internationalen Finanzplätzen ab. Das Schweizer Investment Management ist lokal stark und global führend.“

Zentraler Pfeiler des Schweizer Finanzplatzes

Die Einnahmen der Schweizer Investment Management Industrie stiegen von CHF 17 Milliarden im Jahr 2016 auf CHF 20 Milliarden im Jahr 2017. Dies entspricht ungefähr 25 Prozent der in der Schweizer Finanzindustrie erzielten Einnahmen (ohne Versicherungen). Zudem entfielen 2017 rund ein Drittel der Stellen in der Schweizer Finanzindustrie auf das Investment Management.

Die Schweiz ist der grösste Finanzplatz für das grenzüberschreitende Wealth Management und gehört zu den führenden Asset Management Zentren in Europa. Der kombinierte Vermögenspool in der Höhe von CHF 3‘400 Milliarden sowie die engen Verbindungen zwischen den beiden Bereichen fördern Professionalität und Innovation und verleihen dem Schweizer Finanzplatz die nötige Grösse und Glaubwürdigkeit im internationalen Wettbewerb. All dies hat dazu geführt, dass die Schweiz heute eine international wettbewerbsfähige Investment Expertise vorweisen kann.

Trends und Entwicklungen im Investment Management

Die Studie identifizierte zwei Schwerpunkte der Entwicklung im Investment Management. Während gewisse Anbieter ihren Fokus auf Grösse und Volumen in aktiven und passiven Produkten legen, konzentrieren sich andere auf spezialisierte und margenstarke Angebote. Der intensivere Wettbewerb, neue Regulierungen und innovative Technologien erhöhen dabei den Druck auf die Margen. Nachhaltige Wettbewerbsvorteile lassen sich künftig primär über grössere Volumen oder nicht reproduzierbare Nischenprodukte schaffen. Diese Entwicklung verstärkt den Druck auf Akteure im mittleren Marktbereich.

Investitionen in Technologien sind zentral

Investitionen in Technologie ermöglichen den Firmen substanzielle Effizienzsteigerungen, erhöhen die Transparenz und erlauben die Entwicklung von integrierten Plattformen für Kunden. Gleichzeitig nähern sich die Lösungen und Produkte für Institutionelle und Private weiter an. Private Kunden erwarten vermehrt dieselben Dienstleistungen und Performance wie institutionelle Kunden.

Stärkung der Rahmenbedingungen

Um ihre globale Position im Investment Management zu wahren, muss die Schweiz die Rahmenbedingungen für ihre Vermögensverwaltungsindustrie stärken. Die Standortvorteile wie das stabile politische System, die liberale Marktwirtschaft, die unabhängige Rechtsstaatlichkeit oder der Zugang zu ausländischen Fachkräften müssen weiter gepflegt werden. Die regulatorischen Rahmenbedingungen müssen die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts gewährleisten und weiter stärken. Überdies ist der Zugang zu den Kunden in Schlüsselmärkten wie Europa zentral. Dazu braucht es die Unterstützung der Regierung und Behörden. Die Beseitigung steuerlicher Hindernisse wie der Stempelabgaben und eine Reform der Verrechnungssteuer würden überdies die Wettbewerbsfähigkeit des Investment Management Hubs Schweiz weiter stärken und neue Geschäfte in die Schweiz anziehen.