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Bankiervereinigung erlässt Empfehlungen zur Steuerkonformität für das Crossborder-Geschäft

Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) nimmt zur Kenntnis, dass der Bundesrat die sogenannte Weissgeldvorlage vollständig überarbeiten wird. Das strategische Ziel der Banken in der Schweiz bleibt aber unverändert: Sie bekennen sich seit mehreren Jahren zu einem steuerkonformen Finanzplatz und wollen nur versteuerte Vermögen akquirieren und verwalten. Die nun vorliegenden Empfehlungen der SBVg zur Steuerkonformität für das Crossborder-Geschäft sind eine weitere Massnahme zur Umsetzung dieser Strategie. Ziel der Empfehlungen ist es, die Entgegennahme von unversteuerten Geldern zu verhindern.

Der Bundesrat qualifiziert einen internationalen Standard des automatischen Informationsaustausches als valable Alternative zur bis vor wenigen Monaten verfolgten Abgeltungsteuer. Die Banken haben diese Richtung grundsätzlich gutgeheissen und sich wiederholt öffentlich zu einer Strategie der Steuerkonformität des Finanzplatzes Schweiz bekannt. Auf Bankenseite sind bislang schon zahlreiche Massnahmen getroffen worden, mit denen das strategische Ziel des steuerkonformen Finanzplatzes erreicht werden soll.

Risikobasierte Massnahmen

Um das strategische Ziel der Steuerkonformität konsequent und glaubwürdig umzusetzen, hat die SBVg heute die vorliegenden Empfehlungen erlassen. Die SBVg erwartet von ihren Mitgliedern, dass sie keine Vermögenswerte entgegennehmen, von denen sie wissen, dass sie nicht versteuert sind und nicht versteuert werden. Dies gilt auch dann, wenn Crossborder-Kunden innerhalb der Schweiz die Bank wechseln. Die Banken sollen mit erhöhter Sorgfalt und unter Verfolgung risikobasierter Überlegungen darauf achten, dass Kunden insbesondere aus europäischen Ländern, die ihren Steuerpflichtigen eine Regularisierung anbieten, keine unversteuerten Gelder einbringen. Wo Länder Möglichkeiten anbieten, Kunden der Regularisierung zuzuführen, sollten die Banken solche Kunden nach den an deren Steuerdomizil bestehenden Möglichkeiten von einer Regularisierung überzeugen und zusammen mit den Kunden die bestmögliche Lösung wählen. Falls der Kunde auf die Empfehlungen der Bank nicht eingeht, sollte diese entscheiden, ob eine Aufrechterhaltung der Geschäftsbeziehung noch tragbar ist.

Diese Empfehlungen der SBVg sollen die Zeit, bis ein neuer internationaler Standard des Informationsaustauschs Gültigkeit erlangt, überbrücken. In diesem Zusammenhang nimmt die SBVg zur Kenntnis, dass der Bundesrat heute beschlossen hat, das Gesetzgebungsprojekt über erweiterte Sorgfaltspflichten zur Verhinderung der Annahme nicht versteuerter Vermögenswerte („Weissgeldvorlage“) vollständig zu überarbeiten.

 

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