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Bankenbarometer 2020

Basel, 29. September 2020 Die Banken als Stütze der Wirtschaft – nicht nur in Krisenzeiten
  • Der aggregierte Geschäftserfolg der Banken stieg 2019 um 1,1 Prozent auf
    CHF 66,1 Mrd.
  • Der Bruttogewinn aus der Geschäftstätigkeit der Banken nahm im vergangenen Jahr um CHF 1,0 Mrd. zu und stieg damit auf CHF 23,2 Mrd. Dieser Zuwachs entspricht einem Plus von 4,5 Prozent.
  • Das verwaltete Vermögen nahm um 13,8 Prozent auf CHF 7'893,4 Mrd. zu.
  • Mit einem Marktanteil von rund 25 Prozent ist die Schweiz Weltmarktführerin in der grenzüberschreitenden Vermögensverwaltung für Privatkunden.
  • Das Corporate Banking trägt substanziell zur Produktivität der Schweizer Wirtschaft bei. Dies zeigt sich eindrücklich am Beispiel der COVID-19-Pandemie.

Der aggregierte Geschäftserfolg der Banken stieg 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,1 Prozent auf CHF 66,1 Mrd. Der Bruttogewinn aus der Geschäftstätigkeit der Banken erhöhte sich um CHF 1,0 Mrd. auf CHF 23,2 Mrd. Dies ist ein Plus von 4,5 Prozent. Das verwaltete Vermögen nahm im vergangenen Jahr um 13,8 Prozent auf CHF 7'893,4 Mrd. zu. Die Banken sind eine wichtige Stütze der Schweizer Wirtschaft und haben gerade in der aktuellen Krisenzeit ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen können. «In den vergangenen Monaten hat sich am Beispiel der COVID-19-Pandemie gezeigt, welche grosse Bedeutung die Kreditversorgung durch die Banken für den Wirtschaftsstandort hat», sagt August Benz, Stv. CEO der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) und Leiter Private Banking & Asset Management.

Banken steigern Effizienz

Die Anzahl Banken in der Schweiz ging per Ende 2019 um 2 auf insgesamt 246 zurück. Der Bruttogewinn aus der Geschäftstätigkeit der Banken erhöhte sich um CHF 1,0 Mrd. auf CHF 23,2 Mrd. Die Bilanzsumme stieg um 2,9 Prozent auf CHF 3'317,6 Mrd. Das Kreditgeschäft leistete weiterhin einen wichtigen Beitrag für die Schweizer Wirtschaft. Das Volumen der inländischen Hypothekarkredite stieg im vergangenen Jahr um 3,2 Prozent und lag somit leicht unter dem Vorjahresniveau (2018: 3,6 Prozent). Das verwaltete Vermögen stieg um 13,8 Prozent auf insgesamt CHF 7'893,4 Mrd. Ausschlaggebend war auch 2019 vor allem die Entwicklung der Aktienkurse. In der globalen grenzüberschreitenden Vermögensverwaltung für Privatkunden ist die Schweiz mit einem Marktanteil von rund 25 Prozent Weltmarktführerin.

Rund 90’000 Beschäftigte bei Bankinstituten

Die Anzahl der Beschäftigten im Inland (89’531 Personen in Vollzeitäquivalenten) reduzierte sich per Ende 2019 leicht um 1,2 Prozent. Ausschlaggebend für den Rückgang ist neben der fortschreitenden Digitalisierung das Outsourcing zu Firmen, die nicht von der Bankenstatistik erfasst werden. Im ersten Halbjahr 2020 nahm die Anzahl der Beschäftigten bei den Banken in der Schweiz gemäss der jährlich von der SBVg durchgeführten Umfrage leicht zu. Drei von vier befragten Banken rechnen für das zweite Halbjahr 2020 mit einer gleichbleibenden Beschäftigung.

Das diesjährige Bankenbarometer nimmt mit dem Corporate Banking, dem Wealth Management und dem Investment Management wichtige Pfeiler des Finanzplatzes in den Fokus. Insbesondere das Firmenkundengeschäft steht seit Ausbruch der COVID-19-Pandemie im Zentrum des öffentlichen Interesses. Im Rahmen des gesamten KMU-Kreditprogramms wurden bis Ende Juli 2020 CHF 16,8 Mrd. an Krediten vergeben. Damit hat sich das Corporate Banking als zentrale Stütze der Unternehmenslandschaft in der Schweiz erwiesen.

Die Banken in der Schweiz verwalteten 2019 rund CHF 3'700 Mrd. an Privatvermögen, davon stammten im vergangenen Jahr CHF 2'300 Mrd. aus dem grenzüberschreitenden Geschäft. Angesichts weltweit steigender Unsicherheit aus geo- und wirtschaftspolitischen Konflikten sowie wegen der COVID-19-Pandemie sind die Angebote der Banken in der Schweiz weiterhin auch für ausländische Kunden attraktiv.

Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen

Die Banken in der Schweiz sehen sich zahlreichen Herausforderungen gegenüber: Um die Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes sicherzustellen, benötigen sie verlässliche Rahmenbedingungen: «Wichtig für die Zukunft sind Lösungen beim Marktzugang in die EU, eine pragmatische Wirtschaftspolitik im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie sowie marktnahe Lösungen im Bereich nachhaltiger Anlagen», sagt Martin Hess, Chefökonom der SBVg.

Über das Bankenbarometer 

Das jährlich erscheinende Bankenbarometer der SBVg fasst die wichtigsten Kennzahlen und Entwicklungen des Bankenplatzes Schweiz zusammen. Es stützt sich auf Zahlen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sowie auf Erkenntnisse aus Umfragen unter den Mitgliedinstituten. Die Studie wird heute um 10.30 Uhr in Zürich der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Medienmitteilung, das Bankenbarometer 2020 und die Präsentation von August Benz, Martin Hess und Thomas Rühl sowie weitere Fakten und Zahlen finden Sie auf unserer Homepage.

Über die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg)

Als Dachverband und Stimme der Banken setzt sich die Schweizerische Bankiervereinigung für optimale Rahmenbedingungen des Schweizer Finanzplatzes im In- und Ausland ein. Die SBVg vertritt die Interessen der Bankenbranche gegenüber Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Regierung und Aufsichtsbehörden. Sie steht für offene Märkte, unternehmerische Handlungsspielräume und faire Wettbewerbsbedingungen ein. Als Kompetenzzentrum vermittelt sie bankenrelevantes Wissen und engagiert sich für Zukunftsthemen. 1912 in Basel gegründet, zählt die SBVg heute rund 250 Institutionen und rund 12'000 Personen als Mitglieder.