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Schweizer Finanzsektor: Ein bedeutender Arbeitgeber und Steuerzahler

Schweizer Finanzsektor: Ein bedeutender Arbeitgeber und Steuerzahler

Der Finanzplatz ist eine tragende Säule der Schweizer Volkswirtschaft. Die neuste Studie von BAK Economics zeigt, dass unter Einbezug aller direkten und indirekten Effekte der Schweizer Finanzsektor im Jahr 2019 eine Bruttowertschöpfung von CHF 88.1 Mrd. erbrachte Dies entspricht 12.5% bzw. einem Achtel der Gesamtwirtschaft.

Banken und Versicherungen haben ihre Geschäftstätigkeit seit Beginn der COVID-19-Pandemie unter Einhaltung aller Gesundheitsmassnahmen aufrechterhalten können und damit zur Stabilisierung der Volkswirtschaft beigetragen. Mit dem KMU-Kreditprogramm konnten die Banken basierend auf ihrer starken Kapitalisierung direkte Hilfestellung für KMU mit Liquiditätsschwierigkeiten leisten. Über 120 Banken nahmen an diesem Programm teil.

Trotz herausfordernder Jahre gehört der Finanzsektor unverändert zu den wichtigsten Stützen der Schweizer Wirtschaft. Insgesamt ging 2019 eine Bruttowertschöpfung von CHF 88.1 Mrd. auf den Sektor zurück, was 12.5% bzw. einem Achtel der inländischen Wirtschaftsleistung entspricht. Banken und Versicherungen erwirtschaften dabei selbst eine Wertschöpfung von CHF 70.5 Mrd. Durch den Bezug von Vorleistungen von Unternehmen entlang der vorgelagerten Wertschöpfungskette, aber auch durch Konsumausgaben der Beschäftigten löste der Finanzsektor zudem indirekte Effekte von CHF 17.6 Mrd. in anderen Branchen aus. Übertragen auf die Beschäftigung sind rund 345'400 oder 8.2% aller Arbeitsplätze in der Schweiz direkt oder indirekt vom Finanzsektor abhängig.

Mit seiner Wirtschaftstätigkeit trägt der Finanzsektor wesentlich zum Steueraufkommen in der Schweiz bei. Die von Bund, Kantonen und Gemeinden erhobenen Steuern, die direkt oder indirekt mit dem Finanzsektor verbunden waren, beliefen sich 2019 auf geschätzt insgesamt CHF 19.3 Mrd. Dies entsprach 12.7% der gesamten Fiskalerträge der öffentlichen Hand.

Neben der quantitativ messbaren Bedeutung ist der Finanzsektor eine zentrale Voraussetzung für das effiziente und effektive Funktionieren der Schweizer Volkswirtschaft. Banken und Versicherungen machen durch ihre Intermediärfunktion zahlreiche Aktivitäten erst möglich, indem sie bspw. Investitionen finanzieren oder Risiken absichern. Zudem erfüllen die Finanzintermediäre Funktionen, die aus einer modernen Volkswirtschaft kaum mehr wegzudenken sind, etwa die Abwicklung des Zahlungsverkehrs oder die Kapitalakkumulation. Die Wettbewerbsfähigkeit, Gesundheit und Prosperität des Finanzplatzes ist daher im Interesse der gesamten Schweizer Wirtschaft.