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SBVg begrüsst die Finanzmarktstrategie des Bundesrates

SBVg begrüsst die Finanzmarktstrategie des Bundesrates

Der Bundesrat hat am 4. Dezember die strategische Weiterentwicklung der Finanzmarktpolitik beschlossen. Bewährte Stärken des Standorts Schweiz sollen kombiniert werden mit Offenheit für Entwicklungen in den Bereichen Digitalisierung und Sustainable Finance. Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) begrüsst die Stossrichtungen des Bundesrates.

Der vom Bundesrat publizierte Bericht zur Finanzmarktpolitik zeigt auf, wie entlang der drei Stossrichtungen «innovativ», «vernetzt» und «nachhaltig» die Rahmenbedingungen für einen zukunftsfähigen Finanzplatz Schweiz gestaltet werden sollen.

«Innovativ»

Der Bundesrat setzt auf technologieneutral ausgestaltete regulatorische Rahmenbedingungen und will die Innovation im Finanzbereich stärken, indem bspw. die Standardisierung und Öffnung von Schnittstellen sowohl innerhalb der Branche als auch zwischen Staat und Unternehmen gefördert werden sollen. Die SBVg unterstützt diesen Ansatz und trägt aktiv zu Rahmenbedingungen bei, die entsprechende Geschäftsmodelle ermöglichen.

«Vernetzt»

Der Bundesrat will sich in multilateralen Gremien und gegenüber bilateralen Partnern weiterhin für offene Märkte einsetzen. Zudem sollen die Qualitäten des Standorts Schweiz international aktiv kommuniziert werden. Die SBVg begrüsst dieses Engagement. Der Zugang für Schweizer Finanzdienstleister zu ausländischen Märkten ist für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Finanzplatzes von strategischer Bedeutung.

«Nachhaltig»

Im Weiteren legt der Bundesrat in seiner Weiterentwicklung der Finanzmarktstrategie einen verstärkten Fokus auf die Nachhaltigkeit und setzt unter anderem auf eine erhöhte Transparenz für Investitionen. Sustainable Finance hat grosses Potential für den Schweizer Finanzplatz. Die SBVg engagiert sich dabei für attraktive marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Eigeninitiativen der Branche. Nachdem die SBVg jüngst einen Leitfaden zur Integration von Nachhaltigkeit in den Beratungsprozess für Privatkunden veröffentlicht hat, fokussiert der Verband nun auf die drei Bereiche Offenlegung, Klassifizierung und Messbarkeit. Die SBVg steht mit Bund, Behörden und Branche zur Offenlegung klimabezogener Finanzrisiken in einem engen Austausch.

Regulierung: Berücksichtigung des Proportionalitätsprinzips

Die Regulierungsdichte hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Die Bankenregulierung verursacht mit ihren zahlreichen Vorschriften und Empfehlungen hohe Komplexität und hohe Kosten. Die SBVg fordert deshalb weiterhin die konsequente Berücksichtigung des Prinzips der Proportionalität beim Erlass von Regulierungen. Die SBVg nimmt positiv zur Kenntnis, dass der Bundesrat an den Prinzipien der Finanzmarktregulierung festhält: risiko- und prinzipienbasiert, wettbewerbs- und technologieneutral, proportional und differenzierend.