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Rahmenabkommen: Wichtig für den Finanzplatz

Rahmenabkommen: Wichtig für den Finanzplatz

Für die Schweizer Bankenbranche ist die Sicherung und Weiterentwicklung des bilateralen Weges in den Beziehungen zur EU essentiell. Dafür braucht es ein institutionelles Abkommen.

Das Verhandlungsergebnis zu einem institutionellen Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der EU liegt auf dem Tisch und kann nun in seiner Gesamtheit beurteilt werden. Für den Finanzplatz als zentraler Teil der Schweizer Volkswirtschaft ist die Weiterentwicklung des Marktzugangs in die EU essentiell. Deshalb unterstützt die Bankenbranche das vorliegende Rahmenabkommen grundsätzlich. Es stehen nicht nur Geschäftspotentiale für Schweizer Banken, sondern auch Arbeitsplätze in diesem stark exportorientierten Wirtschaftszweig auf dem Spiel. Die Fakten und Folgen eines Scheiterns müssen im Rahmen der aktuellen Diskussion Gehör finden.

Die Bedeutung des Rahmenabkommens für den Finanzplatz Schweiz

Aus Sicht der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) sind viele Elemente des vorliegenden Abkommens positiv zu werten und für die Schweiz vorteilhaft. Das Rahmenabkommen schafft Rechtssicherheit und verlässliche Prozesse, was im Vergleich zum Status Quo für alle Akteure einen wesentlichen Fortschritt darstellt. Die kritischen Punkte sollen nun im Rahmen der Konsultation in einer verantwortungsbewussten und lösungsorientierten Art und Weise diskutiert werden. Das Ziel muss ein mehrheitsfähiges und nachhaltig tragbares Abkommen sein.  

Marktzugang ist essenziell für den Finanzplatz

Für die Bankenbranche ist es zentral, dass Möglichkeiten geschaffen werden, um notwendige und praktikable Marktzugangslösungen mit wichtigen Partnerstaaten und der EU (z.B. Äquivalenzverfahren) zu konkretisieren. Eine institutionelle Regelung mit der EU, wie im zur Diskussion stehenden Abkommen, ist ein wichtiger Schritt, der den Weg in den Europäischen Markt ebnet. 

Die Schweiz ist Weltmarktführerin im grenzüberschreitenden Vermögensverwaltungsgeschäft. Ein substantieller Anteil der in der Schweiz grenzüberschreitend verwalteten Vermögen stammt von Kunden, die in der EU domiziliert sind. In der Schweiz werden Vermögen von EU Kunden in der Höhe von etwa CHF 1‘000 Milliarden betreut. Rund 20‘000 Bankmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sind direkt in diesem Geschäftsbereich tätig. Dies generiert jährlich Steuern von schätzungsweise 1.5 Milliarden Franken. Im Bereich des Asset Managements in der Schweiz werden nebst dem Heimmarkt Vermögen von vorwiegend institutionellen EU-Kunden in der Höhe von rund CHF 100 Milliarden betreut.

Die Position zum Rahmenabkommen hat die SBVg im heute veröffentlichten Positionspapier dargelegt.