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4. Finanzseminar Hongkong – Schweiz: Wealth Management in Zeiten von Corona

4. Finanzseminar Hongkong – Schweiz: Wealth Management in Zeiten von Corona

Wie wirkt sich Covid auf die internationale Vermögensverwaltung aus, wie meistert Hong Kong die Krise und die geopolitischen Spannungen und was bedeutet Corona für den Schweizer Finanzplatz? Diese Fragen dominierten am diesjährigen Finanzseminar Hongkong – Schweiz.

Die vierte Ausgabe des Finanzseminars Hongkong – Schweiz am 4. November fand aufgrund der COVID-19-Pandemie rein virtuell statt. Das Seminar wurde von über 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern online besucht. In den Referaten mit anschliessender Diskussion und einem Panel konnten die guten Beziehungen zwischen den beiden führenden Zentren für Vermögensverwaltung sowie der Austausch unter Fachleuten weiter vertieft werden.

Herbert J. Scheidt, Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung, betonte in seiner Einführung, welche Stabilitätsfaktoren in Krisenzeiten für die Finanzmärkte besonders wichtig sind. «Die Corona-Krise zeigt, dass sichere und gut kapitalisierte Banken als stabiler Anker für die Wirtschaft absolut zentral sind. Der Einbruch der Finanzmärkte hat das konsequente Eingreifen der grossen Zentralbanken notwendig gemacht.»

Edmond Lau, Senior Executive Director der Hong Kong Monetary Authority (HKMA), führte in seiner Keynote aus, wie Hong Kong die Covid-Krise und die geopolitischen Spannungen meistert. Im Anschluss beleuchtete Stefan Flückiger, Stellevertretender Leiter des Staatssekretariats für internationale Finanzfragen (SIF), die Auswirkungen der Pandemie auf den Schweizer Finanzplatz. Er hob hervor, wie wichtig es ist sich weiterzuentwickeln und zeigte die Fortschritte des Schweizer Finanzplatzes in den Bereichen Nachhaltigkeit, Innovation und globale Vernetzung auf.

Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die beiden Finanzzentren und die Nachfrage nach Finanzprodukten standen im Fokus der Paneldiskussion. Die Fachleute waren sich einig: dank grosser Fortschritte und breiter Akzeptanz der digitalen Kanäle - und trotz der Reisebeschränkungen - konnten die Kundinnen und Kunden weiterhin persönlich beraten werden. Es wurde bestätigt, dass in der Vermögensverwaltung das persönliche Vertrauensverhältnis neben der Expertise gerade in Krisenzeiten zentral ist. Insbesondere im grenzüberschreitenden Geschäft erlaubt es die Technik, Kundenkontakte häufiger und unter Einbezug von Spezialisten zu ermöglichen. Das war vor der Pandemie noch nicht üblich. Exzellente Technologie, exzellente Fachleute, exzellente Beratung und ebensolche Produkte müssen Hand in Hand gehen. Angesichts der unsicheren Marktentwicklung fokussieren Kunden vermehrt auf Produkte mit kurzfristigem Anlagehorizont. Hedgefonds, Private Equity und andere alternative Anlagen sind trotz ihrer geringeren Marktliquidität stärker nachgefragt.

Das Finanzseminar war das vierte in einer Reihe, die von der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) und der Hongkonger Private Wealth Management Association (PWMA) organisiert wird. Im Mittelpunkt stehen die Vertiefung der Beziehungen und die verstärkte Zusammenarbeit zwischen den beiden Verbänden und Finanzplätzen.

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4. Finanzseminar Hongkong – Schweiz: Wealth Management in Zeiten von Corona