Schweizerische Bankiervereinigung
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Meinungsumfrage 2009 – hohe Zustimmung für die Wahrung der Privatsphäre und das Bankkundengeheimnis - Vertrauen in die Hauptbank nach wie vor hoch
Basel, 11. März 2009 - Nach wie vor stehen die Befragten geschlossen hinter dem Schutz ihrer eigenen Privatsphäre (91%) in finanziellen Angelegenheiten und haben sich mit 78% deutlich für die Beibehaltung des Bankkundengeheimnisses ausgesprochen. Auch das generelle Image der Banken bei ihren Kunden hat sich in der Umfrage 2009 im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die Banken werden immer noch als solid und vertrauenswürdig wahrgenommen und nehmen erneut den Spitzenplatz der wichtigsten Wirtschaftszweige der Schweiz ein. Darüber hinaus erkennen die Befragten entgegen den häufigen Medienberichten keine Kreditverknappung für die Unternehmen: Die Rolle der Banken bezüglich der Unterstützung der KMU wird nicht anders bewertet als in den letzten Jahren.

Seit 1995 führt die Schweizerische Bankiervereinigung eine repräsentative Meinungsumfrage bei Schweizerinnen und Schweizern über ihr Verhältnis zur Bankenbranche und über die allgemeine Rolle der Banken in der schweizerischen Wirtschaft durch. Die langjährige Konstanz der Umfragemethode erlaubt einen zuverlässigen Langzeitvergleich.

Schweizerinnen und Schweizer halten am Schutz der Privatsphäre fest
Die Achtung der Privatsphäre in den Bankbeziehungen ist für die Befragten von grosser Bedeutung und das Bankkundengeheimnis ist bei den Schweizer Stimmbürgern weiterhin fest verankert. 78% - das heisst eine Mehrheit in allen Gruppen, unabhängig von Alter, politischer Zugehörigkeit, Sprache oder Hauptbank - finden, dass man am Bankgeheimnis festhalten soll (2008: 81%). Wie in den Jahren zuvor, empfindet die Mehrheit (59%) der interviewten Personen den internationalen Druck als gross, drei Viertel wünschen sich jedoch von Seiten der Schweiz kein Nachgeben.

Keine Zweifel an der Solidität und an der Zuverlässigkeit des Hauptfinanzinstituts
Trotz Turbulenzen auf den Finanzmärkten bestehen für die Mehrheit (66%, 2008: 72%) der befragten Schweizerinnen und Schweizer weiterhin keine Zweifel an der Solidität und an der Zuverlässigkeit ihres Hauptfinanzinstituts. Dass nur 3% der Befragten die Solidität ihrer Hauptbank in Frage stellen, zeugt von einer beträchtlichen Vertrauensbasis, die auch in Krisenzeiten Bestand hat. Zudem ist die Anzahl Kunden, welche eine positive oder sehr positive Haltung gegenüber ihrer Hauptbank äussern, gesamthaft leicht gestiegen: Gut 31% der Befragten haben eine sehr positive Meinung von ihrer Hauptbank (2008: 29%), 54% eine positive Einstellung (2008: 53%). Die Personen, welche ihre Hauptbank negativ bewerten, sind etwas zahlreicher als ein Jahr zuvor, machen aber mit 5% weiterhin nur eine kleine Minderheit aus. Regional und lokal tätige Banken erhalten von ihren Kunden bessere Noten als 2008, Grossbanken hingegen haben eine Einbusse der Zufriedenheit ihrer Privatkunden hinnehmen müssen. Die Mehrheit der Kunden der Grossbanken äussert sich aber weiterhin positiv.
Erwähnenswert in diesem Kontext ist auch, dass die aktuelle Lage und wohl auch die mediale Berichterstattung dazu geführt haben, dass die Meinung zu den Schweizer Banken in der öffentlichen Diskussion negativer wahrgenommen wird, als sie unter der Bevölkerung tatsächlich ist. Gemäss der Einschätzung der Interviewten sollten 47% der Schweizer Bevölkerung ein negatives Bild der Bankbranche haben, tatsächlich sind es aber fast die Hälfte weniger (26%).

Die Bevölkerung glaubt nach wie vor an den Finanzplatz Schweiz
Auf die Frage, wie die Schweizer Banken und der Finanzplatz im Vergleich mit der Konkurrenz aus Grossbritannien, Singapur, Luxemburg oder den USA abschneiden, sehen weiterhin sechs von zehn Schweizerinnen und Schweizern die einheimischen Institute im Vorteil. Die Bevölkerung glaubt nach wie vor an den Finanzplatz Schweiz und denkt, dass dieser gegenüber der internationalen Konkurrenz eher gestärkt aus der Krise hervorgehen wird. Dabei wird die politische und wirtschaftliche Stabilität in der Schweiz von über 90% der Bevölkerung immer noch als Standortvorteil für den Finanzsektor gesehen.

Mitteilung an die Medien
Die vollständige Meinungsumfrage 2009 finden Sie in Deutsch und Französisch unter www.swissbanking.org. Die Stichprobe umfasst 1004 in der Schweiz lebende Bürgerinnen und Bürger im Alter zwischen 18 und 74 Jahren. Der Stichprobenfehler liegt bei maximal +/- 3,1%. Die Umfrage wurde im Januar 2009 durch das unabhängige Institut M.I.S Trend, Lausanne, durchgeführt.


PDF Studie 2009


Kontaktadressen für Medienanfragen

Thomas Sutter James Nason
Leiter Kommunikation Schweiz Head of International Communications
Tel. +41 61 295 92 06 Tel. +41 61 295 92 15
Fax +41 61 272 53 82 Fax +41 61 272 53 82
www.swissbanking.org www.swissbanking.org

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