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Basel, 5. September 2008 - Die
seit einem halben Jahr zwischen Finanzplatz, Behörden
und Regierung erfolgte Zusammenarbeit zur Verbesserung der Rahmenbedingungen und zur Steigerung der
Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes Schweiz zeigt erste positive Ergebnisse. Der zu diesem Zweck
im Januar etablierte Steuerungsausschuss Dialog Finanzplatz Schweiz STAFI hat am 2. September 2008 ein
erstes Massnahmenbündel verabschiedet. Die Massnahmen schaffen Klarheit bei der Besteuerung des Hedge-Fund-
und Private-Equity-Geschäftes und tragen zur Liberalisierung der Bewilligungspraxis für Anlagefonds
bei. Dadurch dürfte der Finanzplatz Schweiz im internationalen Standortwettbewerb mittelfristig gestärkt
werden.
Der STAFI hat an seiner Sitzung vom
2. September 2008 verschiedene Massnahmen und ein weiteres Arbeitsprogramm zur Förderung des Finanzplatzes
Schweiz zuhanden des Strategieausschusses (vgl. Kasten) verabschiedet.
Wettbewerbsfähige
Lösung für Hedge Funds und Private Equity
Zur
Steigerung der Attraktivität des Hedge-Fund- und Private-Equity-Standortes Schweiz soll ein Kreisschreiben
der Eidgenössischen Steuerverwaltung die Steuerproblematik der Performance Fee und des Carried Interest
klären. Dadurch erhalten die betroffenen Unternehmer neu die nötige Rechtssicherheit für ihre Steuerplanung.
Da das Kreisschreiben auf bestehenden Gesetzen basiert, kann diese Massnahme rasch umgesetzt werden.
Dadurch kann sich die Schweiz mit wettbewerbsfähigen steuerlichen Rahmenbedingungen in einem dynamischen
Marktumfeld positionieren.
Im Weiteren soll Vermögensverwaltern
in der Schweiz, die "Offshore Funds" verwalten (insbesondere Managern von Single Hedge Funds),
die freiwillige
Unterstellung unter die Aufsicht der Eidgenössischen Bankenkommission EBK erleichtert werden.
Abschaffung
des "Swiss Finish" bei den Anlagefonds
Zur
Förderung
des Produktionsstandortes für schweizerische Anlagefonds soll die Effizienz des Bewilligungsverfahrens
gesteigert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, beabsichtigt die EBK auf den „Swiss Finish“ für schweizerische
und ausländische Anlagefonds zu verzichten.
Verbesserung
des Monitoring internationaler regulatorischer Entwicklungen
Eine
ständige gemeinsame Monitoring-Gruppe soll internationale Regulierungsbestrebungen im Finanzmarktbereich
frühzeitig erkennen und analysieren, damit Behörden und Branchen rasch auf Entwicklungen ausländischer
Rahmenbedingungen reagieren können. Eine technische Arbeitsgruppe soll sich zudem mit dem internationalen
Standardsetting zur Bekämpfung der Finanzkriminalität befassen.
Weiteres
Arbeitsprogramm
Der STAFI hat ein umfangreiches
Arbeitsprogramm verabschiedet. Kernpunkte der weiteren Arbeiten des STAFI sind insbesondere - zusätzliche
Verbesserungen für den schweizerischen Produktionsstandort von Anlagefonds (z.B. selektive Einführung
des Meldeverfahrens für kollektive Kapitalanlagen, Ausweitung des Anlegerkreises für Einanlegerfonds,
Massnahmenvorschläge zur Stärkung von Immobilienfonds, diverse Anpassungen für die SICAV, Massnahmenvorschläge
zur Erhöhung der Attraktivität für „Single Manager Hedge Funds“ und „Funds of Hedge Funds“)
- die
Vertiefung verschiedener Initiativen im Versicherungssektor. Sie schliessen die Frage ein, ob und wie
der schweizerische und die EU Versicherungsmärkte noch enger zusammengeführt werden können. Zu diesem
Zweck wird das einschlägige EU-Recht mit dem schweizerischen Recht verglichen. Zudem werden auch die
wirtschaftlichen Auswirkungen solcher Szenarien analysiert. Mit der gegenseitigen Anerkennung der aufsichtsrechtlichen
Rahmenbedingungen können die Voraussetzungen einer europaweiten Versicherungstätigkeit geschaffen werden.
- vertiefte
Abklärungen der volkswirtschaftlichen Effekte einer gesteigerten Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes.
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Masterplan und Dialog Finanzplatz Schweiz
Im September 2007 hatten die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg), der Schweizerische Versicherungsverband, die Swiss Funds Association sowie die SIX Group (vormals Swiss Financial Market Services) einen gemeinsam erarbeiteten "Masterplan Finanzplatz Schweiz" veröffentlicht. Der Masterplan bezweckt die nachhaltige Stärkung und den Ausbau der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des schweizerischen Finanzsektors.
Diese Initiative wurde von Bundesrat Merz begrüsst und er beauftragte einen Steuerungsausschuss Dialog Finanzplatz Schweiz (STAFI) damit, die von der Finanzbranche vorgeschlagenen Initiativen sowie weitere Themen vertieft zu prüfen und gegebenenfalls Massnahmen zur Umsetzung vorzuschlagen, die zur Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Rahmenbedingungen für den Finanzsektor beitragen. Der Steuerungsausschuss führt die Aufträge eines Strategieausschusses aus und erarbeitet zu dessen Handen die notwendigen Entscheidgrundlagen. Der Strategieausschuss wird von Bundesrat Hans-Rudolf Merz geleitet.
Den STAFI leitet der Direktor der Eidgenössischen Finanzverwaltung, Peter Siegenthaler. Auf Behördenseiten sind die Schweizerische Nationalbank, die Eidgenössischen Bankenkommission, das Bundesamt für Privatversicherungen und die Eidgenössischen Steuerverwaltung vertreten. Der Finanzsektor wird durch die Schweizerische Bankiervereinigung, den Schweizerischen Versicherungsverband die Swiss Funds Association und die SIX Group repräsentiert.
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Mitteilung
an die Redaktionen
Peter Siegenthaler, Direktor EFV, und Urs Ph.
Roth, CEO SBVg, stehen den Medienschaffenden am 5. September um 11.30 Uhr anlässlich
einer Telefonkonferenz unter der Telefonnummer +41 52 267 07 07
(PIN Code 587264) für Fragen zur Verfügung.
Mitteilung
an die Redaktionen
Die Pressemitteilung sowie
ein Presserohstoff finden Sie auf folgenden Websites:
www.swissbanking.org; www.svv.ch;
www.sfa.ch; www.sfms.com
Kontakte
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Schweizerische Bankiervereinigung
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Thomas Sutter (+41 61 295 92 06)
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Schweizerischer Versicherungsverband
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Michael Wiesner (+41 44 208 28 39)
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Swiss Funds Association
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Dr. Matthäus Den Otter (+41
61 278 98 00)
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SWX/SIS/Telekurs
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Dr. Werner Vogt (+41 58 854 26 75)
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Eidgenössisches Finanzdepartement
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Tanja Kocher (+41 31 322 63 01)
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