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Schweizerischer Bankiertag 2006 in Bern - Lob der Leistung!

Basel/Bern, 14. September 2006 – Die 93. Generalversammlung der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) fand heute im Stade de Suisse in Bern statt. Gut 400 Bankiers und Gäste aus Wirtschaft, Politik, von Behörden, Verbänden und Medien nahmen am festlichen Anlass teil. Botschafter aus über 30 Ländern gaben dem Anlass einen internationalen Rahmen. In seiner gewohnt engagierten Rede forderte Pierre Mirabaud, Präsident der SBVg, auf, in der Schweiz mehr Anreize für wirtschaftlichen Erfolg zu schaffen und sich gegen die gefährliche Nivellierung nach unten einzusetzen. Nur durch Leistung und Erfolg kann der Wohlstand in der Schweiz langfristig erhalten bleiben. Zum Schluss seiner Präsidialrede setzte sich Mirabaud für die Annahme des Osthilfegesetzes am 26. November 2006 ein.
Die Grussbotschaft des Bundesrates wurde von Hans-Rudolf Merz überbracht.


„Leistung muss sich lohnen“ forderte Pierre Mirabaud in seiner Präsidialrede am Schweizerischen Bankiertag in Bern. Dabei unterstrich er die Bedeutung der Schweizer Banken für die schweizerische Volkswirtschaft und damit für die Schaffung von Wohlstand in der Schweiz. Banken stellen wichtige Arbeitgeber dar, erwirtschaften rund 10% des Bruttoinlandproduktes und leisten rund 15% aller indirekten und direkten Steuern. Der Finanzplatz Schweiz ist Weltmarktführer in der grenzüberschreitenden Vermögensverwaltung. Mirabaud stellte jedoch fest, dass anstatt auf diesen Erfolg stolz zu sein, sich gewisse Gruppen immer wieder verpflichtet fühlten, diesen Erfolg zu relativieren oder gar zu entschuldigen. Der Präsident bedauerte diesen Umstand und stellte fest, dass viele Kreise in unserem Land offenbar Mühe hätten, mit sehr erfolgreichen Menschen oder Unternehmen umzugehen. Immer lauter werden die Stimmen nach einer planlosen Umverteilung, masslosen Regulierung und Verbürokratisierung des wirtschaftlichen Erfolges. Die wirtschaftlich Starken werden damit immer mehr zugunsten der wirtschaftlich Schwachen benachteiligt. Dies führt nach Mirabaud in der Schweiz zu einer fatalen Nivellierung nach unten die letztlich den sozialen Frieden und den Wohlstand in der Schweiz gefährden.

„Will die Schweiz im internationalen Wettbewerb auch in Zukunft erfolgreich sein, dürfen Leistungsträger und Unternehmer nicht aus dem Land getrieben werden“ unterstrich Mirabaud klar. Es müssten mehr Anreize geschaffen werden, in der Schweiz Leistungen erbringen zu wollen und auch effektiv erbringen zu können. Wer mehr zu leisten bereit sei, solle auch die Früchte seiner Anstrengung ernten dürfen. Dies gelte explizit nicht nur für Grossverdiener, sondern für alle leistungsbereiten Menschen in der Schweiz. Nur dann könne der Leistungsstärkere gegenüber dem schuldlos Leistungsschwächeren Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen. Mirabaud hält fest, dass der Staat zwar für eine Chancengleichheit und den Schutz des Schwächeren besorgt sein müsse. Die Gleichheit darf jedoch nicht dazu führen, dass Leistung und Erfolg nicht mehr gebührend honoriert werden. Denn diese stellen das Rückgrat der Finanzierung unseres Sozial- und Wohlfahrtsstaates dar.

Zum Abschluss seiner Präsidialrede setzte sich Mirabaud engagiert für die Annahme des Osthilfegesetzes (Kohäsionsmilliarde an die zehn neuen EU-Länder) am 26. November 2006 ein. Er argumentierte einerseits mit der im Rahmen der Bilateralen Verhandlungen II abgeschlossenen vertraglichen Verpflichtung, die es nun einzuhalten gelte. Anderseits führte er aber in erster Linie politische, ökonomische und historische Argumente ins Feld und unterstrich die negativen Auswirkungen einer allfälligen Ablehnung.

Bundesrat Hans-Rudolf Merz überbrachte die Grüsse der Landesregierung unter dem Titel „Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes“.

Mitteilung an die Redaktionen
PDF Die vollständige Präsidialansprache.
PDF Grussbotschaft Bundesrat Hans-Rudolf Merz (deutsch/französisch)


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Thomas Sutter James Nason
Leiter Kommunikation Schweiz Head of International Communications
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