|
Basel, 10. März 2005 - Die Schweizerinnen und Schweizer
sind sehr zufrieden
mit ihrer Hauptbank, 79% der Befragten haben eine positive oder sehr positive Meinung vom Finanzinstitut,
mit dem sie die meisten Bankgeschäfte abwickeln. Generell geniessen die Banken auch als Gesamtbranche
in der Umfrage 2005 ein hohes Ansehen. Das Bankkundengeheimnis verfügt nach wie vor über einen starken
Rückhalt in der Schweizerischen Bevölkerung. Eine überwältigende Mehrheit von 78% der Befragten spricht
sich klar für die Beibehaltung aus (2004: 76%). Darüber hinaus sind 74% dafür, dass nicht aufgrund des
internationalen Druckes auf das Bankkundengeheimnis verzichtet werden darf (2004: 72%). Die positiven
Resultate der Umfrage 2005 bestätigen mit einer hohen Konstanz das gute Image der Bankenbranche in der
Schweizerischen Bevölkerung.
Seit mehreren Jahren führt das Institut
MIS Trend, Lausanne, im Auftrag der Schweizerischen Bankiervereinigung eine repräsentative Meinungsumfrage
bei Schweizer Bürgerinnen und Bürgern über ihr Verhältnis zur Bankenbranche und über die allgemeine
Bedeutung der Banken für die schweizerische Wirtschaft durch. Der Fragebogen wurde in der diesjährigen
Umfrage gegenüber den Vorjahren kaum verändert. Diese Kontinuität garantiert eine möglichst grosse Vergleichbarkeit
der Resultate und erlaubt, Trends verlässlich zu identifizieren.
Bankkundengeheimnis:
starker Rückhalt in der Schweizer Bevölkerung Die Schweizer Bevölkerung spricht
sich klar für die Beibehaltung des Bankkundengeheimnisses aus: 78% der Befragten befürworten die Beibehaltung
(2004: 76%). Die Unterstützung der befragten Bevölkerung gegenüber dem Bankkundengeheimnis findet sich
auch in der Haltung wieder, welche die Schweiz international vertreten soll. 74% sind der Meinung, dass
dem internationalen Druck in Richtung eines Verzichtes auf das Bankkundengeheimnis nicht nachgegeben
werden darf (2004: 72%). Diese Einschätzung drückt den Rückhalt des Bankkundengeheimnisses in der Schweizer
Bevölkerung umso mehr aus, als gut 77% der Befragten auch in Zukunft mit starkem Druck aus dem Ausland
rechnen. Das Resultat macht deutlich, dass das Bankkundengeheimnis in der Schweizer Bevölkerung fest
verankert ist und nicht leichtfertig aufgegeben werden darf. In der Schweiz wird dem Schutz der Privatsphäre
generell eine sehr hohe Bedeutung beigemessen. Eine überwältigende Mehrheit von 91% (2004: 88%) spricht
sich deutlich dafür aus, dass finanzielle Daten der Bankkunden gegenüber Dritten geschützt werden müssen.
Grosses
Vertrauen in die Schweizer Banken Die Banken geniessen in der Schweiz nach wie
vor ein sehr gutes Image. Wie in der letztjährigen Umfrage herrscht bei den Bankbeziehungen der Schweizer
Privatkunden eine grosse Konstanz. 79% der befragten Personen haben eine positive oder sehr positive
Meinung vom Finanzinstitut, mit dem sie die meisten Bankgeschäfte abwickeln (Hauptbank). Das gute Image
der Hauptbank zeigt sich seit einigen Jahren sehr stabil. Die Befragten sehen ihre Hauptbank als solide
und zuverlässig (71%) sowie als vertrauenswürdig (67%). Ausserdem sind 66% der Ansicht, von kompetentem
Personal bedient zu werden. Demgegenüber wird verständlicherweise das Image der Banken als Gesamtbranche
stets etwas weniger hoch beurteilt als dasjenige der eigenen Hauptbank. Immerhin haben rund 53% der
Befragten eine positive oder sehr positive Meinung vom Bankensektor. Sogar 82% sind der Ansicht, dass
die Schweizer Banken im Ausland einen guten Ruf geniessen (2004: 80%). Auch im 2005 unterstreichen erneut
75% der Befragten die Bedeutung der durch die Banken bezahlten Steuern für den Staat und die öffentliche
Hand. Die Bedeutung der Banken als Arbeitgeber wird jedoch etwas weniger positiv beurteilt: 76% geben
an, die Banken seien wichtige Arbeitgeber (2004: 80%).
KMU
- Unterstützung verbesserungswürdig Wie in den letzten Umfragen wird auch 2005
das Engagement der Banken im KMU Bereich als verbesserungswürdig bewertet. 61% sind der Ansicht, die
Banken würden zu wenig für die KMU unternehmen (2004: 58%). Es bleiben jedoch auch in dieser Umfrage
gewisse Widersprüchlichkeiten in den Ansichten der Befragten bestehen. Die Unterstützung von KMU in
finanzieller Bedrängnis ist einer klaren Mehrheit (76%) ein Anliegen. Von den Banken wird aber ebenso
erwartet, dass sie das Risiko bei der Verwaltung der anvertrauten Kundengelder im Rahmen halten (86%
bestimmt und eher einverstanden). Bemerkenswert ist der Umstand, dass die Unterstützung von Grossfirmen
nach einem Rückgang im Vorjahr mit 47% wieder etwas mehr Rückhalt geniesst (2004: 44%). Das Argument,
dass mit der Unterstützung finanziell angeschlagener Unternehmen unerwünschte Strukturerhaltung betrieben
werden kann, findet ebenfalls starken Anklang. Über die Hälfte aller Befragten (52%) sind vollkommen
damit einverstanden, dass dies nicht sinnvoll sei (2004: 56%).
Mitteilung
an die Medien Die Stichprobe umfasst 1017 Schweizer Bürgerinnen und Bürger. Der
Stichprobenfehler liegt bei +/- 3,1%. Die Umfrage wurde Anfang 2005 durch das Institut MIS Trend durchgeführt.
Die Ergebnisse wurden auch an der heutigen Medienkonferenz vorgestellt.
PDF Studie 2005
| Kontaktadressen für Medienanfragen |
|
|
|
| Thomas Sutter |
James Nason |
| Leiter Kommunikation Schweiz |
Head of International Communications |
Schweizerische Bankiervereinigung, Basel |
Schweizerische Bankiervereinigung, Basel |
| Tel. +41 61 295 92 06 |
Tel. +41 61 295 92 15 |
| Fax +41 61 272 53 82 |
Fax +41 61 272 53 82 |
www.swissbanking.org |
www.swissbanking.org |
|