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2017/06/21 14:10:00 GMT+2

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Banken auf dem Siegertreppchen

Banken auf dem Siegertreppchen

Eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung ist der Meinung, dass die Banken zu den Gewinnern der Digitalisierung gehören werden. Gleichzeitig erkennen die Befragten aber auch die damit verbundenen Gefahren und befürworten ein Gleichgewicht zwischen Innovation und Schutz.

Banken werden zu den Gewinnern der Digitalisierung gehören: Dieser Meinung sind 65 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer. Eine grosse Mehrheit ist demnach für die Zukunft der Banken optimistisch. Dieser Wert wurde in einer Umfrage erhoben, welche die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) regelmässig vom Meinungsforschungsinstitut M.I.S.-Trend durchführen lässt. Dabei werden 1‘000 Schweizerinnen und Schweizer über ihre Einstellung zur Bankbranche und deren allgemeine Bedeutung für die Schweizer Wirtschaft befragt. Zum ersten Mal wurde im Rahmen dieser Erhebung auch der Bereich Fintech und die damit verbundenen Themen berücksichtigt.

Den Chefökonomen der SBVg, Martin Hess, überrascht das Resultat der Umfrage nicht. "Die Banken in der Schweiz antizipieren die Kundenbedürfnisse und fokussieren sich daher vermehrt auf die ursprünglichen Bankingaktivitäten. Hierzu bietet die Digitalisierung neue Möglichkeiten."

Digitalisierung der Finanzbranche

Digitalisierung der Finanzbranche.png

Investition in Ausbildung und Infrastruktur

Damit Banken auch in Zukunft zu den Gewinnern der Digitalisierung gehören, erachten die Umfrageteilnehmenden unter anderem die Verbesserung der Aus- und Weiterbildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) als überaus bedeutsam. 91 Prozent sind der Ansicht, dass dort Nachholbedarf besteht. Als ähnlich zentral schätzen sie den Ausbau der inländischen Internetinfrastruktur ein (83%).

"Ich bin optimistisch, dass die Banken diese Herausforderungen meistern werden."

Martin Hess bringt noch einen weiteren Aspekt ein: "Damit Banken in Zukunft zu den Gewinnern der Digitalisierung gehören, werden sie noch stärker mit innovativen Startups zusammenarbeiten und offen im Fintech-Ökosystem unterwegs sein müssen. Ich bin aber optimistisch, dass die Banken diese Herausforderungen meistern werden."

Datenschutz geht vor

Die Umfrage zeigt aber auch die Bedenken der Bevölkerung in Bezug auf die Digitalisierung: 86 Prozent der interviewten Personen betrachten die Risiken durch kriminelle Informatikattacken als sehr gross oder eher gross. Ähnlich hoch (78%) ist die Angst vor dem Verlust von Bankarbeitsplätzen durch die Automatisierung.

Risiken der Digitalisierung

Risiken der Digitalisierung.png

Auch hinsichtlich des Datenschutzes gibt es Bedenken. Schweizerinnen und Schweizer wünschen sich zwar, dass der Datenschutz in der Finanz- und Bankenwelt garantiert ist, 71 Prozent gehen jedoch davon aus, dass die Tendenz in Richtung einer Schwächung des Schutzes der persönlichen Daten geht. Und annähernd die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer (45%) ist der Überzeugung, dass ihr Geld durch die Digitalisierung weniger sicher ist.

Vertrauen nicht enttäuschen

Die Schweizer Banken geniessen derzeit ein sehr hohes Vertrauen. 95 Prozent der Schweizer Bevölkerung halten gemäss derselben Umfrage von M.I.S Trend ihre Bank als vertrauenswürdig und stellen den Instituten insbesondere bei der Solidität und Zuverlässigkeit gute Noten aus. Dieses Vertrauen gilt es zu bewahren. Daher muss der Finanzplatz die in der Umfrage geäusserten Sorgen ernst nehmen: Die Schweiz und ihre Banken müssen alles daran setzen, dass der Datenschutz gewährleistet ist. Mit der grundlegenden Revision des Schweizerischen Datenschutzgesetzes, welche sich zurzeit in den Räten zur Behandlung befindet, wurden erste Schritte in diese Richtung unternommen. Das Gesetz bezweckt den Schutz der Persönlichkeit von natürlichen Personen, deren Daten bearbeitet werden, gleichzeitig fördert es die Rahmenbedingungen der digitalen Wirtschaft.

Auf diese Weise wird es gelingen, das hohe Vertrauen der Bevölkerung in die Banken zu erhalten und den Finanzplatz Schweiz gleichzeitig als führend in der digitalen Welt zu positionieren.

 

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