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KMU-Finanzierung: verlässliche Banken
2017/07/03 08:00:00 GMT+2

KMU-Finanzierung: verlässliche Banken

Die jüngste Studie im Auftrag des Seco bringt es an den Tag: Die Krediterteilung von Banken ist die zentrale Form der Fremdfinanzierungsform für KMUs und funktioniert ausgezeichnet.

Seit Einführung der Negativzinsen und der Aufhebung des Euro-Mindestkurses ist die Finanzierungssituation von Schweizer KMU unverändert gut geblieben. Dies zeigt eine Studie der Hochschule Luzern im Auftrag des Seco. Die Resultate der breit angelegten Umfrage zeigen, dass der Zugang zu Fremdkapital in Form von Bankkrediten sehr gut ist. Selbst in einer Periode von grossen Herausforderungen erfüllen die Banken in der Schweiz ihre Funktion als Kreditgeber und Finanzierungspartner für die KMU vollumfänglich. Dies spricht für die Solidität der Schweizer Banken und ihr gutes Verhältnis zu ihren Firmenkunden.

Bankfinanzierungen weiterhin die zentrale Finanzierungsform

Die Finanzierungsstruktur von Schweizer KMU hat sich seit der Finanzkrise kaum verändert. Fremdkapital wird von 38% der KMU aufgenommen. Dabei sind Bankfinanzierungen wie Hypotheken, Kontokorrentkredite und Bankdarlehen mit weit über 90% weiterhin die wichtigsten Quellen der Fremdfinanzierung. Der Markt für KMU-Unternehmenskredite von Banken in der Schweiz wies per Ende 2016 ein Volumen von CHF 295 Mrd. auf, die überwiegend von Mikrounternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten beansprucht wurden.

Zugang zu externer Finanzierung für Schweizer KMU beispielhaft

Erfreulich aus Bankensicht ist vor allem auch, dass der Zugang zu externen Finanzmitteln im Sorgenbarometer von KMU im Vergleich zu anderen betriebswirtschaftlichen Herausforderungen kaum eine Rolle spielt (vgl. Grafik).

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Drei Viertel der KMU-Kredite wurden im Umfang des beantragten Volumens bewilligt. Lediglich 6% der Kreditgesuche sind abgelehnt worden, vorab wegen fehlenden Sicherheiten oder einer ungenügenden Finanzkraft.

Schweizer KMU sind zufriedene Bankkunden

Schweizer KMU sind zufriedene und treue Bankkunden. Lediglich 2% der befragten Unternehmen haben im vergangenen Jahr ihre Bank gewechselt und nur 3% planen einen solchen Wechsel in den nächsten zwölf Monaten. Diese international sehr tiefen Werte zeugen davon, dass die Schweizer KMU sich auf das eingespielte Verhältnis mit ihrer Hausbank verlassen können und mit dem Dienstleistungsangebot zufrieden sind. In 71% der Fälle spielt die Bank im Dialog mit dem KMU eine sehr aktive Rolle. Es ist wohl diesem Dialog zu verdanken, dass 50% der Firmen, deren Kreditantrag abgelehnt wurde, den Entscheid der Bank gut nachvollziehen können. Ebenfalls keinen Abbruch an der positiven Meinung zu ihrer Bank vermochten die Negativzinsen zu tun, die Ende 2016 von 5% der KMU entrichtet wurden.

Ein Gewinn für alle

Für die Schweizer Volkswirtschaft ist es erfreulich, dass die Mehrheit der Schweizer KMU nicht zuletzt aufgrund ihrer komfortablen Finanzierungssituation hinsichtlich ihrer zukünftigen Geschäftsentwicklung optimistisch gestimmt ist. Die im Zuge der Digitalisierung fortlaufend neu eingeführten Bankprodukte tragen ihrerseits viel zur Optimierung des Finanzmanagements der Firmen bei. Hätte es noch eines Beweises der engen Beziehung zwischen Real- und Finanzwirtschaft gebraucht, die vorliegende Studie erbringt ihn mit Bestimmtheit.

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