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Der Schweizer Finanzsektor

Die Schweiz gehört zu den global führenden Finanzplätzen und zählte auch im Jahr 2016 zu den wettbewerbsfähigsten Finanzzentren weltweit. Mit Zürich und Genf rangierten zwei Schweizer Städte auf den Plätzen 11 und 20 im Global Financial Centres Index 2017. Der Finanzsektor besteht aus dem Bankensektor und dem Versicherungssektor und trägt wesentlich zum Wohlstand der Schweiz bei.

Der Finanzsektor erzielte 2016 eine Bruttowertschöpfung von CHF 59,8 Mia. Das entspricht einem Anteil von 9,4 Prozent an der gesamten Wirtschaftsleistung der Schweiz. Damit wird rund jeder zehnte Wertschöpfungsfranken der Schweiz im Finanzsektor erwirtschaftet. Der Finanzsektor trägt also wesentlich zum Wohlstand der Schweiz bei. Den grössten Teil der Wertschöpfung, über CHF 30 Mia., leisteten die Banken (inklusive bankennahe Finanzdienstleistungen).

Der Finanzsektor als wichtige volkswirtschaftliche Stütze

Mit einer nominalen Bruttowertschöpfung von rund CHF 60 Mia. im Jahr 2016 ist der Finanzsektor auch in einem sich verändernden und herausfordernden Umfeld weiterhin eine wichtige Stütze der schweizerischen Volkswirtschaft. Der Anteil des Finanzsektors an der gesamtschweizerischen Bruttowertschöpfung betrug 2016 rund 9.4 Prozent; ein Wert, der im Vergleich mit den umliegenden Nachbarländern oder dem Vereinigten Königreich überdurchschnittlich hoch ist.

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Der Finanzsektor befindet sich in einem dynamischen Anpassungsprozess an die raschen wirtschaftlichen und technischen Entwicklungen. Der Versicherungssektor verzeichnete in den letzten Jahren höhere Wachstumsraten der Bruttowertschöpfung als der Bankensektor. Im letzten Jahr lag die erarbeitete Bruttowertschöpfung der Banken mit CHF 30.3 Mia. jedoch weiterhin über dem entsprechenden Wert der Assekuranz (CHF 29.5 Mia.).

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Die Bedeutung des Finanzsektors lässt sich nicht nur auf seinen Wertschöpfungsbeitrag reduzieren. Mit insgesamt über 210'000 vollzeitäquivalenten Beschäftigten arbeiten rund 5.6 Prozent aller Beschäftigten der Schweiz (exkl. Primärsektor) im Finanzsektor. Davon sind rund zwei Drittel in der Bankbranche angestellt. Des Weiteren zeichnete der Finanzsektor im Jahr 2016 für rund CHF 14.5 Mia. Steuereinnahmen verantwortlich, was gut einen Zehntel des gesamten Fiskalertrages von Bund, Kantonen und Gemeinden ausmacht.

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Zusätzlich beeinflussen die Unternehmen aus dem Banken- und Versicherungssektor über den Bezug ihrer Vorleistungen auch die wirtschaftliche Entwicklung weiterer Sektoren (indirekte Effekte). Die damit verbundene zusätzliche Wertschöpfung des Finanzsektors belief sich dabei auf CHF 21.7 Mia. Von dieser bei den Zulieferern des Finanzmarktes ausgelösten Bruttowertschöpfung profitierten 2016 rund 230'000 Beschäftigte (in Vollzeitäquivalenten), die rund CHF 2.6 Mia. Steuern zahlten. Direkt und indirekt sind somit fast 12 Prozent aller Arbeitsstellen (in Vollzeitäquivalenten) der Schweiz und 12.6 Prozent der Steuereinnahmen des Bundes mit den Tätigkeiten des Finanzsektors verbunden.

Die grossen Herausforderungen wie die Negativzinsen, die Digitalisierung sowie die Erhöhung der Wettbewerbsintensität haben sich 2016 in einem Rückgang der realen Bruttowertschöpfung von drei Prozent geäussert. Überdurchschnittlich von den Veränderungen betroffen war der Bankensektor. Der Versicherungssektor, der sich in den letzten Jahren durch ein kontinuierliches und im gesamtschweizerischen Vergleich überdurchschnittliches Wachstum ausgezeichnet hat, stagnierte im Jahr 2016 in Bezug auf die Bruttowertschöpfung.

Das anspruchsvolle Umfeld wirkte sich 2016 auch auf den Arbeitsmarkt leicht negativ aus und führte sowohl im Versicherungs- als auch im Bankensektor 2016 zu einer geringen Reduktion der Beschäftigung (-1%).