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Der Schweizer Bankensektor

Der Schweizer Bankensektor trägt wesentlich zum Erfolg des Schweizer Finanzplatzes bei. Der Schweizer Bankensektor erbrachte 2016 in einem seit Jahren herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld mit fünf Prozent einen bedeutenden Teil der Wertschöpfung in der Schweiz. Damit kommt er dem Wohlstand der gesamten Schweiz zu Gute.

Der Schweizer Bankensektor umfasst eine Vielfalt an Bankinstituten mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen und einer breiten Palette an Dienstleistungen. Per Ende 2016 waren in der Schweiz 261 Banken tätig, fünf weniger als im Vorjahr.

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Massgeblich verantwortlich für diese Veränderung sind die Weglassungen von Auslandbanken. Bei der Gruppe der Grossbanken kam durch die Gründung der Credit Suisse (Schweiz) AG als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Credit Suisse AG ein Institut hinzu. Bei der Gruppe der Privatbankiers wurde eine Bank umgeteilt, welche neu den Börsenbanken angehört.

Die Banken in der Schweiz stehen vor grossen Herausforderungen: Steigende Regulierungskosten, Negativzinsphase, sinkende Margen, steigende Kundenansprüche, Digitalisierung, politische und rechtliche Unsicherheiten während den Verhandlungen über den Brexit sowie Unsicherheit über die zukünftige Politik der USA. Auch werden weiterhin sinkende Margen und die fortschreitende Digitalisierung der Finanzbranche in den kommenden Jahren die strukturelle Neuordnung im Bankensektor vorantreiben.

Die Banken nehmen diese Herausforderungen an und sind erfolgreich dabei, sich in diesem unsicheren Umfeld solide zu entwickeln.

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Geschäftserfolg

Der aggregierte Geschäftserfolg belief sich 2016 auf CHF CHF 62,5 Mrd. (-3,2%).  

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Im Jahr 2016 haben 226 der insgesamt 261 Banken in der Schweiz einen Jahresgewinn erzielt. Die Gewinne summierten sich auf CHF 11,8 Mrd. und waren somit CHF 7,8 Mrd. niedriger als im Jahr zuvor (-39,8%). Bei der Entwicklung ist zu berücksichtigen, dass die hohen ausserordentlichen Erträge einer Grossbank aufgrund eines konzerninternen Beteiligungsverkaufs in der Höhe von CHF 10,7 Mrd. einen grossen Einfluss auf das Ergebnis im Vorjahr hatten. Die Verluste der unprofitablen Institute erhöhten sich leicht um CHF 0,1 Mrd. auf CHF 3,9 Mrd. (+2,6%).  Der aggregierte Jahresgewinn der Branche betrug somit CHF 7,9 Mrd.

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Der Erfolgsanteil der Grossbanken liegt seit 2009 zwischen 46 und 51 Prozent und ist damit wesentlich höher als die Anteile der verbleibenden Bankengruppen. Um die Entwicklung der verbleibenden Bankengruppen besser aufzeigen zu können, wird die Entwicklung der Anteile der Grossbanken in der Abbildung nicht dargestellt.

Bilanzgeschäft und Beschäftigung bei den Banken in der Schweiz

Die aggregierte Bilanzsumme aller Banken in der Schweiz stieg im Jahr 2016 um CHF 74,7 Mrd. auf CHF 3’100,8 Mrd.. Die Währungsinterventionen der SNB wirken sich auf die Zusammensetzung der Aktiven der Geschäftsbanken aus. Die Giroguthaben der Banken bei der SNB steigen seit der Einführung des Mindestkurses im Herbst 2011 kontinuierlich an. Auch seit der Einführung der Negativzinsen und der Aufhebung des Euro-Mindestkurses erfüllen die Banken in der Schweiz ihre Funktion als Kreditgeber und Finanzierungspartner vollumfänglich.

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Beschäftigung bei den Banken in der Schweiz

In Vollzeitäquivalenten betrug der inländische Personalbestand der Banken in der Schweiz im Jahr 2016 101'382 Mitarbeitende . Dies entspricht summiert über alle Banken einer Abnahme gegenüber dem Vorjahr von 1'660 Stellen (-1,6%). Grossbanken, Kantonalbanken, Privatbankiers, „Andere Banken“ und Auslandbanken haben im Jahr 2016 2’142 Stellen abgebaut. Den grössten Teil zum Personalrückgang trugen die Grossbanken mit einer Stellenreduktion von 1’253 (-3,6 %) ihres Personalbestandes bei. Gefolgt von den Auslandbanken mit einem Rückgang von 647 Stellen (-4,2 %). Die Kantonalbanken reduzierten ihren Personalbestand um 66 Stellen (-0,4 %), Privatbankiers um 93 Stellen (-4,2%) die „Anderen Banken“ um 84 Stellen (-1,1%). Regionalbanken und Sparkassen, Raiffeisenbanken sowie die Börsenbanken haben im Jahr 2016 insgesamt 483 zusätzliche Stellen geschaffen. Den stärksten Zuwachs verzeichneten die Börsenbanken mit 413 Stellen (+3,3 %). Die Raiffeisenbanken schufen 61 zusätzliche Stellen (+0,7 %) und bei den Regionalbanken und Sparkassen stieg der Personalbestand um 9 neue Stellen (+0,2 %).

Die jährlich von der SBVg durchgeführte Umfrage zur Personalentwicklung bei den Banken zeigt für das erste Halbjahr 2017 einen leichten Rückgang der Beschäftigung in der Schweiz. Sie reduzierte sich zwischen Ende 2016 und Juni 2017 von 88’006 auf 87’035 Stellen.  

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Personalbestand im Inland (Quelle: Beschäftigungsumfrage SBVg 2016)

Für das zweite Halbjahr 2017 erwarten 63,9 Prozent der antwortenden Banken eine unveränderte Beschäftigung. 24,7 Prozent der Umfrageteilnehmer erwarten einen höheren und 11,4 Prozent einen tieferen inländischen Personalbestand.

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Im Jahr 2016 betrug die Arbeitslosenrate im Schweizer Bankensektor gemäss dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) durchschnittlich 2,8 Prozent. Sie lag somit um einen halben Prozentpunkt unter den Zahlen für die Gesamtwirtschaft von 3,3 Prozent und ist damit vergleichsweise niedrig. Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt 2016 3‘821 registrierte Arbeitslose im Bankensektor zu verzeichnen, was einer Zunahme um 155 Arbeitslose im Vergleich zum Jahr 2015 entspricht. Angesichts der grossen Herausforderungen, denen sich die Banken gegenüber sehen, ist der Arbeitsmarkt weiterhin äusserst robust.

Im ersten Halbjahr 2017 hat sich die Arbeitslosenrate im Bankensektor gemäss der monatlichen Statistik des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) gegenüber Dezember 2016 nicht verändert und verharrte auf einem Wert von 2,8 Prozent. Damit lag die Arbeitslosenquote immer noch unter dem gesamtschweizerischen Durchschnitt von 3,0 Prozent im Juni, obwohl diese seit Dezember 2016 abgenommen hat.

Vermögensverwaltung

Die Banken in der Schweiz verwalteten per Ende 2016 insgesamt Vermögen in der Höhe von CHF 6'650,8 Mrd. Dies entspricht einer Zunahme von CHF 83,0 Mrd. (+1,3 %) gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil des ausländischen Kundenvermögens ging von 49,3 Prozent zurück auf 48,2 Prozent. Die Schweiz bleibt weiterhin Weltmarktführerin im grenzüberschreitenden Private Banking: Rund ein Viertel des weltweit grenzüberschreitend verwalteten Vermögens wird in der Schweiz verwaltet.

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